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Ein Zeichen für die von der Corona-Pandemie gebeutelte Event-Branche setzen: In der Nacht von Montag auf Dienstag werden Eventlocations, Spielstätten, Gebäude und Bauwerke in mehr als 250 deutschen Städten mit rotem Licht beleuchtet. Auch über Regensburg soll sich ein rot gefärbter Schleier legen.

Die Auflagen im Zuge der Corona-Krise stellen die gesamte Veranstaltungswirtschaft noch immer vor große Herausforderungen. „Einem riesigen Wirtschaftszweig ist praktisch über Nacht die Arbeitsgrundlage entzogen worden, eine Pleitewelle enormen Ausmaßes droht: mit gravierenden Folgen für den Arbeitsmarkt und die kulturelle Vielfalt als tragende Säule unserer Gesellschaft“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung des Kulturreferats und des Theaters Regensburg. Mit einer Aktion wollen die Betroffenen nun auf ihre brenzlige Situation aufmerksam machen.

In der kommenden Nacht von Montag auf Dienstag vereinen sich auch in Regensburg Marktteilnehmer aus allen Bereichen der Veranstaltungswirtschaft, um mit der Aktion „Night of Light“ ein Zeichen für ihre Branche zu setzen. Zugleich wollen sie damit die Politik zum Dialog aufrufen, um Lösungen und Wege aus der aktuellen Lage zu finden. Insgesamt sollen in der Welterbestadt acht Gebäude in rotes Licht gehüllt werden: Nordseite des Theaters am Bismarckplatz (Richtung Arnulfplatz), Neupfarrkirche, Thon-Dittmer-Palais, Velodrom, Marinaforum, Besucherzentrum Welterbe / Salzstadl, Degginger und Herzogshof. 

Bundesweit werden die Teilnehmer in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni (22 Uhr bis 1 Uhr) in mehr als 250 Städten Eventlocations, Spielstätten, Gebäude und Bauwerke mit rotem Licht illuminieren: viele leuchtende Mahnmale, die sich zu einem gewaltigen Licht-Monument arrangieren. Die Teilnehmer wollen damit einen flammenden Appell zum Einstieg in einen Branchendialog schaffen, „der die Vielfältigkeit und Systemrelevanz der deutschen Veranstaltungswirtschaft thematisieren soll“, so Kulturreferat und Theater. Allein Konzerte, Volksfeste, Firmenfeiern und Messen würden in normalen Jahren in Deutschland knapp 500 Millionen Besucher anziehen und würden bis auf Weiteres gar nicht oder nur unter erheblichen Auflagen stattfinden können. „Die derzeitigen Hilfsprogramme für die Veranstaltungswirtschaft bestehen im Wesentlichen aus Kreditprogrammen, die jedoch eine erneute Zahlungsunfähigkeit in Verbindung mit der Überschuldung der betroffenen Unternehmen zur Folge haben werden.“

„Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht!“

Für den Initiator der Aktion „Night of Light“ und Vorstand der LK-AG Essen, Tom Koperek, steht die gesamte Veranstaltungswirtschaft auf der Roten Liste der aussterbenden Branchen: „Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht! Die aktuellen Auflagen und Restriktionen machen die wirtschaftliche Durchführung von Veranstaltungen quasi unmöglich.“ Das treffe nicht nur die Veranstalter, sondern auch Spielstätten sowie Zulieferer und Dienstleister jeder Art und Größe: Technikfirmen, Bühnen- und Messebauer, Ausstatter, Caterer, Logistiker über Künstler bis hin zum Einzelunternehmer, der Content, Drehbuch, Regie oder florale Dekoration zu Events beisteuert. „Rien ne va plus – nichts geht mehr!“, lautet Kopereks Fazit über die Notlage der Branche.

Großveranstaltungen bis Ende Oktober verboten

Seit Mitte März macht die Veranstaltungswirtschaft nur noch wenig Umsatz mehr. Auch wenn Theater mittlerweile mit begrenzter Zuschauerzahl und unter Hygieneauflagen Stücke wieder aufführen dürfen, bleiben Großveranstaltungen noch bis Ende Oktober verboten. Branchenkenner gehen aufgrund dieser Umsatzausfälle von einer „akuten Insolvenzgefahr für die gesamte Branche“ aus.
Bildquelle: Kamerafoto / sonstige | Uwe Moosburger

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