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Vom 28.02.-05.03. geht beim Germanistentheater wieder der Vorhang auf. Gezeigt wird das Nachkriegsdrama "Hinkemann" frei nach Ernst Toller. Die Aufführungen finden täglich jeweils um 19:30 Uhr im Theater an der Universität statt. Zusätzlich zu den Vorstellungen gibt es zudem immer um 19 Uhr eine Einführung in das Stück und die Inszenierung.

Nach vier Jahren kehrt Eugen Hinkemann scheinbar unversehrt aus dem Ersten Weltkrieg zu seiner Frau Grete zurück. Aber der Schein trügt. Dem ehemals strahlenden, muskelbepackten deutschen Helden wurde an der Front das Geschlecht weggeschossen; er kommt als Eunuch nach Hause. Zwischen Selbstmitleid und märtyrerhaftem Aufbegehren sucht er nach einem Ausweg aus seiner eigenen Misere, in der er die Dimension der gesellschaftlichen Tragödie erkennt: "Ich bin lächerlich wie diese Zeit, so traurig lächerlich wie diese Zeit. Die Zeit hat keine Seele. Ich hab kein Geschlecht. Ist da ein Unterschied?". Um seiner Frau zumindest finanziell etwas bieten zu können, heuert er als Attraktion auf einem Jahrmarkt an, wo er als "deutscher Bärenmensch" lebendigen Ratten und Mäusen die Köpfe abbeißt.

In der 1923 uraufgeführten Tragödie zeigt Ernst Toller die groteske Grausamkeit einer sich auch in Zeiten des Friedens selbst zerfleischenden Gesellschaft und den verzweifelten Versuch, sich gegen den Untergang zu wehren. Auf der Suche nach dem richtigen Leben im falschen trifft Eugen auf Heilsversprecher unterschiedlicher Couleur: die Anhänger der Revolution, die Vertreter der Reaktion, die Anarchisten, die Mitglieder der Heilsarmee und schlussendlich auf Gott. Ist das die Lösung?

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zu den Veranstaltungen eingeladen. Der Eintritt ist frei. Auf Grund des beschränkten Platzangebotes empfiehlt die Universität allerdings eine Reservierung per E-Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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