Theater Regensburg stellt Spielplan 2017/18 vor


„Klarheit!“ steht als Motto über der anstehenden Theatersaison 2017/18, deren Programm Intendant Jens Neundorff von Enzberg, Schauspieldirektorin Stephanie Junge, Maria-Elena Hackbarth (Leitung Junges Theater) und Yuki Mori (Künstler. Leiter und Chefchoreograph von Theater Regensburg Tanz) am 17. März 2017 im Regensburger Herzogspark vorstellten. 

Spielplan 201718 am Theater Regensburg full


»Klarheit« – das bedeutet klare Standpunkte. In von Emotionen vernebelten Situationen bringt uns Klarheit auf den Weg zum Diskurs. Klarheit ermöglicht Themensetzungen. In hysterischen, von Spekulation bestimmten Zeiten schärft Klarheit das eigene Urteilsvermögen. 

 Im Spielplan erwarten die Theaterbesucher ab September 2017:

·  29 Premieren – darunter 9 Uraufführungen!

·  Das Theater Regensburg wird im Juli 2018 Ausrichter des 12. Bayerischen Jugendclubtreffens sein und sich damit nach den 34. Bayerischen Theatertagen erneut als bewährter Festivalort beweisen.

·  Mit dem Herzogspark wird in der Freilicht-Saison ein neuer Spielort erschlossen, an dem wir Ihnen Shakespeares »Komödie der Irrungen« präsentieren werden.

·  Selbstverständlich haben wir auch die Fußball-WM 2018 im Blick! Das Schauspiel »Der rote Löwe« von Patrick Marber erlebt im Theater am Haidplatz seine Premiere und Schauspieler Gerhard Hermann kommentiert die WM mit seinem Format „Ab in die Verlängerung!“. 

Ausführliche Informationen zu allen Premieren, Wiederaufnahmen, Konzerten und Sonder-
programmen finden Sie im Anhang. Das Spielzeitheft mit detaillierten Informationen zu
Spielplan, Ensemble und Service erscheint Mitte Mai 2017. Hier stellen wir die Premieren
nun in einer knappen Übersicht vor:

MUSIKTHEATER | Leitung Jens Neundorff von Enzberg
Spielzeitstart mit Wagners erstem »vollgültigen Werk« »Der fliegende Holländer« in der  Regie von Uwe Schwarz, der Wagners »Jugendstünde« »Die Feen« 2013/14 bereits in Regensburg  inszenierte.
Operettenfreunde kommen mit dem »Vetter aus Dingsda« auf ihre Kosten: Künnekes meistgespielte Operette nimmt mit ihren schwungvollen Ohrwürmer und schwärmerischen Liebesarien augenzwinkernd das Bürgertum des beginnenden 20. Jahrhunderts aufs Korn.
Opern schrieb Johann Sebastian Bach leider keine. Das szenische Potential seiner »Messe in h-Moll« aber wird Jochen Biganzoli auf die Bühne im Bismarckplatz bringen.
Als Auftragswerk für das Theater Regensburg entsteht die Oper »Banalität der Liebe« von Ella Milch-Sheriff. Darin blickt die 69-jährige Hannah Arendt auf ihre Lebensgeschichte zurück – und auf die Liebe zu Martin Heidegger. Mit Itay Tiran konnte ein Star aus Israel für die Regie gewonnen werden. Boy meets girl – doch am falschen Ort zur falschen Zeit. Das Regieteam um Matthias Pölzgutter (»Madama Butterfly«, »Martha«) inszeniert den Tanz auf dem Vulkan im Musical »Cabaret«.
Kaum zu glauben, dass eine Puccini-Oper in Regensburg ihre deutsche szenische Uraufführung erleben kann! Mit der Oper »Edgar«, die in Regensburg erstmals in ihrer ursprünglichen vieraktigen Fassung zu hören sein wird, bewies Puccini bereits sein großes musikdramatisches Können: Ausladende Melodiebögen und farbenreiche Orchestrierung zeichnen die Oper ebenso aus wie dramatische Spannungsbögen und vielschichtige Figurengestaltung.
Triebgesteuerter Egoist, aufgeklärter Freigeist oder Opfer der eigenen Obsessionen? Mozarts »Don Giovanni« hat viele Gesichter, die Matthias Reichwald (»Die Zauberflöte«, „Iphigenie – Triumph und Trauma«) in Regensburg in Szene setzten wird.  

SCHAUSPIEL | Schauspieldirektorin Stephanie Junge
Als Spielzeiteröffnung im Velodrom das Drama zweier Königinnen: »Maria Stuart« von Friedrich Schiller in einer Bearbeitung von Stephan Teuwissen. Die zweite Arbeit der Schweizer Regisseurin Mélanie Huber und des Musikers Martin von Allmen am Haus. (Kafka »Der Prozess«).
Ein Klassiker der Moderne: »Glückliche Tage« von Samuel Beckett, ein Wiedersehen mit Doris Dubiel als Winnie. Regie: Jona Manow (»NippleJesus«, »Kapsar Häuser Meer«, »Atmen«). Unmittelbar nach der Ausstrahlung haben wir uns die Rechte an dem Fernsehfilm »Ein großer Aufbruch« sichern können. Der 2016 für das beste Drehbuch ausgezeichnete Autor Magnus Vattrodt hat selbst den Stoff für die Bühne bearbeitet.
Und noch ein Projekt, das als Auftragswerk für das Theater Regensburg zur Uraufführung kommt: »Vermögend« von Gesine Schmidt. Die renommierte Dokumentartheaterautorin hat mit Wohlhabenden über Geld, Verantwortung, Vorurteile, Leistung, Neid, Glück, Missionen und vieles mehr gesprochen und das Material zu einem literarischen Text verdichtet. Regie: Mia Constantine (»Winterreise«).Zum dritten Mal nehmen wir ein Stück des gebürtigen Regensburgers Konstantin Küspert in den Spielplan:  »sterben helfen«. Genau recherchiert, aber mit einer kleinen Verschiebung in ein Science Fiction-Szenario eröffnet der Autor uns die Möglichkeit, mit Abstand auf ein gesellschaftlich kontrovers und emotional geführtes Thema zu blicken.
Katrin Plötner inszeniert zum ersten Mal im Bismarckplatz: »Liliom« von Ferenc Molnár, die Geschichte eines Draufgängers, der seine zweite Chance verpasst.
Nach dem spartenübergreifenden »Iphigenie«-Projekt vor zwei Jahren kommt jetzt im Schauspiel ein
packender antiker Stoff auf die Bühne: »Medea« von Euripides – eine grenzenlose Demütigung führt zu grenzenlosem Hass. Ein Wiedersehen mit der Regisseurin Constanze Kreusch (»Shockheaded Peter«, »Little Hero«, »Der Vorname«).Ein neuer Freilichtspielort im Herzogspark wird eröffnet mit Shakespeares »Komödie der Irrungen«. Regie: Robin Telfer.
Und schließlich ein Theaterstück zur WM 2018: »Der rote Löwe« von Patrick Marber. Regie: Jens Poth (»Zorn«, »Hungaricum«)
 

TANZ | Künstlerischer Leiter und Chefchoreograph Yuki Mori
Yuki Mori und Alessio Burani lassen sich vom größten Täuschungsdramatiker  Shakespeare zu einem Tanzabend inspirieren und stellen Sehgewohnheiten auf der Bühne und im Leben in Frage. »Shakespeare Dreams (Allegoria/Human)« spielt mit den Irritationen darüber, was sichtbar und was wahr ist (Mori) und thematisiert das Auftrittsverbot für Frauen im Elisabethanischen Theater (Burani).
Zwei Maler, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten: Gustav Klimt und Francis Bacon. Der eine war der Liebling der Wiener Salons und erregte die Gemüter mit der ausgestellten und detailverliebten Nacktheit seiner dekorativen Werke. Der andere war ein Gehetzter, der zwischen Drogenrausch und Absturz balancierte. Krieg und Gewalt, die sein Leben zutiefst geprägt haben, spiegeln sich in seinen Bildern deformierter Körper in drastischer Weise wider. Yuki Mori und Felix Landerer kreieren zusammen einen Tanzabend über Kunst und die Menschen dahinter – »Klimt.Bacon«.
»Tanz.Fabrik!« ist das Format für die Tänzer des Ensembles. Sie wechseln die Seite vom Tänzer zum Choreographen und können ihre eigene Tanzsprache formulieren. Ein wichtiges und bewährtes Format geht in die sechste Runde! 

JUNGES THEATER | Leitung Maria-Elena Hackbarth
Nach dem großen Erfolg der Stückentwicklung »I´m afraid of what you do in the name of your god« bei Publikum und Presse (5. Platz beim nachtkritik-Theatertreffen) widmet sich das Team um Regisseurin und Spartenleiterin Maria-Elena Hackbarth zum Spielzeitauftakt erneut einer Stückentwicklung: »I have a dream …« fragt nach einer Vision unserer Zukunft, für die wir zu kämpfen bereit sind.  Wie wollen wir leben und was bedeutet uns Freiheit? Diesen Fragen will das Junge Theater gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen nachgehen, mit ihnen diskutieren und in Schreibwerkstätten gemeinsam Texte für das Stück entwickeln.
»Pünktchen und Anton« wird das Familienstück zur Weihnachtszeit im Velodrom. Erich Kästners Klassiker der Kinderbuchliteratur stellt damals wie heute die Frage: Wie stark ist die Trennung durch soziale Unterschiede, wie gerecht geht es zu in unserem Land? (Regie: Mia Constantine, »Homevideo«)
Oper für Kinder ab 4 Jahren gibt es mit »Gold« im Jungen Theater. Komponist Leonard Evers (*1985) fasst darin Grimms Märchen »Vom Fischer und seiner Frau« phantasievoll in Musik.
Wenn die empfundene Ungerechtigkeit und die daraus folgenden Taten in keinem Verhältnis mehr zum Anlass stehen, sind wir schon inmitten von Kleists Novelle »Michael Kohlhaas«, die in einer Zeit von gefühlten Wahrheiten zum erschreckend aktuellen Spiegelbild unserer Gesellschaft wird. (Regie: Maria-Elena Hackbarth)
Martin Baltscheits Parabel »Krähe und Bär oder die Sonne scheint für uns alle« gewann den Deutschen Kindertheaterpreis 2016 und wird von Harald Fuhrmann im Jungen Theater für Kinder ab 9 auf die Bühne gebracht.
In Kooperation mit dem Cantemus Chor Regensburg kommen »Die drei Rätsel« ins Velodrom. Detlev Glanerthat in seiner Oper Motive aus „Hänsel und Gretel“ und „Turandot“ verarbeitet. Seine kontrastreiche und humorvolle Musik ist auch für Opernanfänger ein leicht zugängliches Hörvergnügen.

KONZERTE
Das Konzertprogramm hat auch in der neuen Spielzeit inhaltliche Bezugspunkte zum Musiktheaterspielplan. Besonders hinweisen möchten wir auf die Uraufführung von Noam Sheriff im 4. Sinfoniekonzert. In der beliebten Reihe der Filmkonzerte mit Live-Musik dürfen Sie sich auf Charlie Chaplins »The Kid« freuen.


Bild: v.l.n.r.: Intendant Jens Neundorff von Enzberg, Maria-Elena Hackbarth (Leitung Junges Theater), Stephanie Junge (Schauspieldirektorin), Yuki Mori (Künstlerischer Leiter und Chefchoreograph von Theater Regensburg Tanz).
Bildquelle: Kamerafoto / sonstige | Theater Regensburg



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Quelle: www.regensburger-nachrichten.de


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