Studie: Linearer Fernsehkonsum hat sich verringert


studie linearer fernsehkonsum hat sich verringert fullVor 60 Jahren, da war Fernsehen noch etwas Besonderes. Da sollte Fernsehen noch bilden und war nur wenigen Menschen vorbehalten. Das Programm bestand aus politischen Diskussionen, Nachrichten, Dokumentationen und ähnlichem. Heute fällt es selbst in den öffentlich rechtlichen Sendern oft schwer genug Bildungsfernsehen zu finden.

Dominiert wird die TV-Landschaft nun von Reality-TV Formaten, Möchtegern Sternchen im Dschungel und Castingshows. Am Wochenende findet sich teilweise sogar der ein oder andere unterhaltsame Film. Fernsehen dient hauptsächlich der Unterhaltung, immer absurder werden die Versuche der Produzenten, die Quoten in die Höhe zu treiben. Der Höhepunkt: Shows wie Adam sucht Eva, in der sich Männlein und Weiblein nackt auf einer Insel begegnen und verlieben sollen, oder Naked Attraktion, eine neue Dating Show, bei der die Person auf Partnersuche potentielle Traummänner oder –Frauen nach ihren Genitalien beurteilt.

Streaming Dienste auf dem Vormarsch

Kein Wunder also, dass der TV- Konsum immer weiter zurückgeht. Es gibt schließlich auch genügend Alternativen. Netflix, Amazon Video, Maxdome und Co. locken mit günstigen Streaming Diensten und viel wichtiger, der Möglichkeit, das Programm selbst zu bestimmen. Tausende Filme und Serien warten darauf erkundet zu werden - und zwar dann, wenn der Nutzer Lust darauf hat. Kein starres Programm nach dem man sich richten muss – Netflix steht jederzeit zur Verfügung.

Vor allem bei der jüngeren Generation erfreuen sich Streaming Dienste erhöhter Beliebtheit. In der Bevölkerungsgruppe der 16 bis 24-Jährigen hält sich etwa ein Drittel an Streaming Dienste, nur 56 Prozent schauen fern. Vergleichsweise höher liegt der Wert bei 45 bis 54-Jährigen: 73 Prozent der Befragten der Studie des Bundesverbands für Digitale Wirtschaft gaben an Fernsehen über Antenne, Satellit oder Kabel zu schauen.

Während die Werte zwischen den Bevölkerungsgruppen stark auseinanderklaffen, was einerseits unterschiedlichen Interessengebieten zuzuschreiben ist, andererseits auch auf Unterschiede in der Affinität zu Technik zurückgeführt werden kann, ist der Wert der TV-Nutzung in der gesamten Bevölkerungsgruppe von 71 Prozent in 2016 auf 65 Prozent gesunken.

Scheinbar haben junge Menschen nun das sinkende Niveau der privaten TV Sender satt und wenden sich an eine selbstbestimmtere Art des Fernsehens.
Bildquelle: pixelio.de | Andreas Morlok



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Quelle: www.regensburger-nachrichten.de


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