Bass vom Feinsten: Bassolutions


Ein Musiker, ein Kontrabass und eine Loopstation. Das ist "Bassolutions". Der Kontrabassist Andreas Metzler brachte 2010 sein erstes Soloalbum raus und kommt Mitte September im Rahmen des Regensburger Kulturpflasters in die Domstadt.

Das erste Album des Bassisten trägt den Namen "New Solution", was von seiner ersten Jazz-Band in Amsterdam abgeleitet ist. Für ihn hat der Name etwas hoffnungsvolles und kurzerhand entschied Andreas Metzler sein Soloprojekt "Bassolutions" zu nennen ? Bass-Lösungen.

In seinem breitgefächerten Repertoire finden sich Eigenkompositionen, Stücke des minimalistischen Komponisten Erik Satie, oder auch Werke von Diego Ortiz, ein spanischer Komponist, welcher um 1500 lebte. Aufgrund des Studiums der Jazzmusik kann das Programm von "Bassolutions" auch mit namhaften Jazz-Künstlern dienen: John Coltrane, Omette Coleman oder Paul Chambers sind nur ein paar berühmte Musiker. Die heute überwiegend populäre Pop- und Rockmusik darf natürlich auch nicht fehlen. Andreas Metzler spielt dabei besonders gerne Werke von Jimi Hendrix, The Beatles oder John Hiatt.

Das Programm ist weit gefächert, denn es geht dem Bassisten nicht darum, möglichst bei einem Stil zu bleiben. "Ich möchte mit meiner Musik eine gewisse Ruhe rüberbringen. Das entspricht auch dem Instrument am Besten", erklärt er seine Auswahl. Und es kommt an! Nach jedem Konzert, das Andreas Metzler spielt, bekommt er durchweg positive Reaktionen des Publikums und gute Rezensionen in Jazz-Zeitschriften.

Trotz der ganzen Elektronik, die er verwendet, stehen der typisch tiefe Klang und die unaufdringliche Art des Kontrabasses im Mittelpunkt. Der Schweizer ist zuhause mit klassischer Musik aufgewachsen und begann erst mit 18 Jahren, nachdem er den Jazz drei Jahre zuvor für sich entdeckt hatte, mit dem Kontrabass spielen. Nach dem Jazzmusik-Studium war Andreas Metzler in verschiedenen Jazz-Combos in Europa tätig. Auch neben seinem Solo-Projekt laufen parallel Bands, in denen er "nur" der Bassist ist und für das Fundament der Musik sorgt.

"Natürlich haben die anderen Combos Einfluss auf mein Soloprogramm. Meine absolute Lieblingsband ist aber "Thelonious 4"! Ich spiele sehr gerne mit den Bandkollegen zusammen und durch die lange Zusammenarbeit kann man jedes Risiko eingehen. Das schweißt zusammen." Auch das neue Projekt "Marcocosmos", ein Gitarre-Kontrabass-Duo, brachte ihn weiter. "Ich habe in diesem Duo sehr viel gelernt ? vor allem über krumme Taktarten", erzählt er schmunzelnd von der Arbeit mit den Stücken aus Bela Bartoks Werk.  Alles in allem ist für Andreas Metzler der Wechsel zwischen Band-Bassist und Solokünstler eine willkommene Herausforderung, denn bei "Bassolutions" verschiebt sich die klassische Rolle eines Kontrabassisten und Experimentieren wird möglich.

Mit der Loop-Station, einem Gerät welches eingespielte Akkordfolgen in einer Dauerschleife wiederholt, testet der Schweizer und Wahl-Amsterdamer immer wieder die Möglichkeiten seines Instrumentes aus. Das Faszinierende daran sei, dass man alles selbst in der Hand habe und jeder Song individuell und einzigartig würde, gerade durch die Improvisation. Aus wenigen Mitteln, nämlich nur mit dem Kontrabass, ein paar technischen Geräten und seiner eigenen Stimme, eine Menge herauszuholen ? das rege die Kreativität an, meint der Bassist.

In seinem Repertoire finden sich ganz unterschiedliche Eigenkompositionen. Manche Lieder bauen stark auf Rhythmen und Grooves auf, andere wiederrum eher auf Melodien vereint mit wilden Improvisationen über den sich fortwährend wiederholenden Riffs. Von dem Problem, dass eine Loop nach mehreren Durchläufen langweilig werden kann, spricht auch Andreas Metzler. "Man muss eben gut überlegen, was man für Lieder komponiert, dass es spannend bleibt und mehrere Improvisationen möglich sind".

Für die technische Unterstützung seiner Musik benötigt der Bassist verschiedene Geräte, "was ein langer Findungsprozess war", lacht er. Inzwischen nutzt der Solo-Bassist für seine Lieder nur noch analoge Effekte. Die Töne, die aus dem Kontrabass kommen, werden direkt verarbeitet, geloopt oder verzerrt und nicht wie es heute üblich ist zuerst digitalisiert und dann verändert. Der Klang bleibt dadurch warm und authentisch ? trotz Technik.

Andreas Metzler spielt am Anfang eines Liedes eine einfache Begleitung ein, legt dann Harmonien und Melodien darüber und improvisiert am Schluss zur Dauerschleife. Damit die Loop nicht ständig gleich klingt, verwendet er einen Lowpass Filter, welcher die hohen Töne herausfiltert und somit für einen warmen dunklen Kontrabass-Klang sorgt, und einen Control Processor welcher diesen beeinflusst und mehr Freiraum in der Liedgestaltung lässt.

Nicht nur, weil der Mann hinter "Bassolutions" ein begnadeter Bassist ist, sondern auch weil es ihm an Alternativen mangelt, macht er nur mit seinem Hauptinstrument Musik. Ob er ein anderes Instrument spielen könne beantwortete er mit den Worten: "Klavier, aber leider nur sehr schlecht. Im Studium hatte ich "Harmonie am Piano", aber wirklich lernen kann man da nichts."

Mit "Thelonious 4" und "Macrocosmos" sind schon mehrere Alben erschienen, als Solo-Künstler jedoch bisher nur eines. Es bleibt spannend, was von diesem Künstler noch alles zu hören sein wird.

Im Rahmen des Kulturpflasters (http://www.kulturpflaster.org/) steht Andreas Metzler mit seinem Solo-Programm "Bassolutions" am Freitag, den 12. September, ab 20:30 Uhr im Orphée auf der Bühne! Weitere Informationen zu Konzerten und Hörproben gibt es auf der Internetseite http://www.bassolutions.eu/.

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Foto: Andreas Metzler
Bildquelle: |



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