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Wer kennt sie nicht? Die berühmteste Liebesgeschichte der Weltliteratur: Romeo und Julia. Der Stoff um die große, bedingungslose, durch sinnlose Feindschaft tragisch endende Liebe wurde vielfach adaptiert. Am Freitag, 27. September, feierte das Stück im Theater Regensburg Premiere.

Eine Modenschau im Glitterregen, ein Liebespaar, das sich nackt im Schlamm wälzt. Bei diesen Szenen mag man an vieles denken, bestimmt aber sicher nicht an die tragische Liebesgeschichte von Romeo und Julia. Verantwortlich für die ungewöhnliche Inszenierung ist die junge Regisseurin Katrin Plötner. Sie steckt Shakespeares Klassiker in ein neues, modernes Gewand. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Für den Romeo besetzte sie Jacob Keller, ein junger Kerl, der lässig in Jeans und T-Shirt daher kommt. Auch die blonde Julia, gespielt von Janina Schauer, steht dem in nichts nach. In Skinny-Jeans, Turnschuhen und Tanktop verzehrt sie sich in der weltberühmten Balkon-Szene nach ihrem Romeo. Passend zur Nonchalance der Darsteller ist auch die provokante Textfassung von Thomas Brasch, die der Inszenierung zugrunde liegt. Romeos Freund Mercutio jedenfalls geizt nicht an  Sprüchen, die das Publikum teils staunen, teils aber auch schmunzeln lassen.
Die wohl gewagteste Szene der Inszenierung erwartet die Zuschauer, als Romeo und Julia ihre erste gemeinsame Nacht verbringen. Dabei geht es nicht nur heiß, sondern vor allen Dingen auch dreckig her. Nackt, wie Gott sie schuf, wälzt sich das Liebespaar auf der Bühne im Schlamm.

Die Meinungen zur modernen und mutigen Inszenierung mögen gespalten sein. Eines jedoch muss man den Darstellern und Verantwortlichen lassen: An Leidenschaft und Hingabe hat das alte Stück auch im neuen Gewand nichts verloren.

Zur Handlung
Die berühmteste Liebesgeschichte der Weltliteratur beginnt auf einem Kostümfest im Haus der Veroneser Familie Capulet. Dort lernen sich die schöne Julia Capulet, die jüngste Tochter des Hauses, und Romeo Montague kennen. Unbemerkt hat Romeo sich auf dem Ball eingeschlichen. Sofort sind er und Julia Feuer und Flamme füreinander. Zu ihrem Unglück entstammen die beiden zwei seit Generationen bis aufs Blut verfeindeten Familien, deren Feindschaft immer wieder eskaliert.

Romeo Julias Cousin Tybalt, der den Tod von Romeos Freund Mercutio  verursacht hatte. Romeo wird vom Landesherrn verbannt. Eine Nacht bleibt dem Liebespaar, bevor Romeo ins Exil nach Mantua fliehen muss.
Inzwischen will Julias Vater seine Tochter dem Grafen Paris zur Frau geben. Verzweifelt bittet Julia Pater Lorenzo um Hilfe. Der gibt ihr ein Medikament, das sie für vierundzwanzig Stunden in einen todesähnlichen Schlaf versetzt. Er schreibt Romeo einen Brief, um ihn davon in Kenntnis zu setzen, doch der Brief erreicht seinen Empfänger nicht. Wohl aber die Nachricht von Julias Tod. Die Tragödie nimmt ihren Lauf: Neben der vermeintlich dahingeschiedenen Julia vergiftet Romeo sich. Julia erwacht und findet den Geliebten tot.
In ihrer grenzenlosen, absoluten, ausschließlichen Liebe nimmt auch sie sich das Leben. Die Eltern erkennen ihre Mitschuld am tragischen Tod der Kinder und versöhnen sich an deren Grab.

"Romeo und Julia" ist Shakespeares (1564-1616) meistgespielte Tragödie. Das Werk, dessen Namensgeber bis heute zum Symbol der Liebe schlechthin geworden sind, prägt nicht nur in Kunst und Literatur noch immer vielfach unser Verständnis von der bedingungslosen Liebe, der vermeintlich immer auch etwas Tragisches anhaften muss, um höchste Intensität und Leidenschaft zu erreichen.
Shakespeares Bühnenwerk fasziniert durch seine spielerische Sinnenfreudigkeit und die bilderreiche, kraftvolle poetische Sprache, die an Shakespeares Sonette erinnert.

Romeo und Julia ist bis zum 29. Dezember im Theater Regensburg zu sehen.
Bildquelle: |

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