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Die wohl chefigste Clubpräsidenten-Harley wurde im Herbst 2005 vorgestellt: die Street Glide, damals FLHXI später FLHX. Satt, mächtig und mit dem gewissen Etwas. Eine echte Harley, mit der weite Strecken zum absoluten Genuss werden.

35 Grad, die Luft flirrt über unsere schwarze Schönheit, als wir sie bei Lion Motors in Regensburg zum Ausritt abholen. Die Luft steht in der Stadt, möglichst schnell raus aufs Land! Schwaighausen, Kallmünz, Hohenfels – wir fressen Kilometer. Die Maschine sitzt perfekt auf der Straße, das Fahrwerk hat genau das richtige Maß an Dämpfung. Grob 380 Kilogramm? Wo? Die Maschine hat ihren idealen Lenkwinkel, kein Drücken in die Kurve, kein Ziehen am Lenker – sie folgt perfekt der Körperhaltung des Fahrers, wenn es in die Kurve geht. Eine wunderbare Balance. Die Sitzposition bequem und entlastend, keine Vibrationen am Lenker. Ein absoluter Genuss und dazu das Gedicht von Motor: Zu Beginn der Serie arbeitete hier der Twin Cam 88 Motor mit knapp 1.450 Kubikzentimetern Hub. Nach dem 96er und dem 103er kam schließlich der Milwaukee Eight 114 mit satten 1.868 Kubikzentimetern und 102 PS. Er glänzt eben nicht nur mit seinem absolut unersetzlichen Hubraum samt heftigem Drehmoment aus dem Drehzahlkeller, sondern ist auch drehfreudig, sodass die Power über ein breites Drehzahlband zur Verfügung steht.

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Vier Ventile hat diese Motorengeneration bekommen – also pro Zylinder zwei mehr als alle Vorgänger. Das schafft laut Hersteller 50 Prozent mehr Gasdurchsatz und Leistung pur: effizienter und hungriger nach dem Zug am Gas. In Verbindung mit der bei uns verbauten legalen Klappenanlage von Jekill & Hyde ein wahrer Genuss und selbstverständlich mit dem tiefen Bollern eine ganz andere Liga als ein hochdrehender Rennmotor, der den Passanten die Haut vom Leib schreit. Es passt und fügt sich ein wie ein fernes Gewitter.

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Der Motor ist bei weitem nicht die einzige Entwicklung, die dieses herrliche Bike erfahren hat. Harley legt Wert auf Sicherheit und baut hier sein Reflex Defensive Rider Systems (RDRS) ein. Damit werden die vom Fahrer beim Beschleunigen oder Verzögern erzeugten Kräfte auf die Haftung der Reifen angepasst. Sie fahren also zum Beispiel bei feuchter Oberfläche aus der Kurve, das System erkennt den zu viel entstehenden Slip am Reifen und reagiert, indem es die Power genau auf das maximale Griplevel begrenzt. Unauffällig im Trockenen – hilfreich, wenn der Fahrbahnbelag zur Gefahr wird. Sehr interessant ist dabei auch die Verbundbremse (ELB): Bremst der Fahrer etwa nur mit der Vorderbremse stark, aktiviert das System zusätzlich die Hinterradbremse und ermöglicht so eine bessere Kräfteverteilung. Viel Hubraum bedeutet auch viel Motorbremse. Das kann auf rutschigem Untergrund ebenfalls gefährlich werden, weshalb es über den speziellen Kupplungsaufbau automatisch unterbunden wird. Blockade nach dem Runterschalten Adé! Beim Berganfahren hilft die Vehicle Hold Control, kurz VHC: Vorderbremse im Stehen kurz betätigen, und das System hält die Bremskraft aufrecht, bis der Fahrer auskuppelt.

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80 km/h, Jacke auf, chillen. Doch es wird spät und Zeit, Gas zu geben. Der Windschild leistet hervorragende Dienste. Auch bei 120 km/h ist es absolut ruhig, der Fahrer bestimmt, wie weit er seinen Kopf in den Fahrtwind strecken möchte. Auch das Entertainment findet vorne seinen Platz samt Boxen für Radio oder MP3s. Ebenso ist dort der große Touchscreen – auch mit Handschuhen perfekt bedienbar – samt Navi untergebracht. Mit diesem oder wahlweise über die Lenkradtasten werden auch USB, Bluetooth, Headset oder Handyfreisprecheinrichtung simpel bedient. Die Street Glide funktioniert übrigens keyless, soweit Sie Ihren Schlüssel dabei haben.

Aber das sind nur angenehme Nebengeräusche bei diesem fantastischen Gerät. Das stimmige Triebwerk und die überraschend feine Fahrdynamik werden den Fahrer auf seinen Ausritten begeistern – so denn er 27.875 Euro für einen lebenslangen Traum investiert.
Bildquelle: Kamerafoto / filterVERLAG | Nick Lengfellner

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