Falsche Polizisten auch in Regensburg aktiv


falsche polizisten auch in regensburg aktiv wotanSeit einigen Tagen sind falsche Polizeibeamte in der Oberpfalz aktiv. Allein in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sind bei der Polizei in Regensburg vier Fälle gemeldet worden. Dabei gelang es den bislang Unbekannten in zwei Fällen ihre perfiden Pläne umzusetzen. Sie ergaunerten Geld und Wertgegenstände in ünfstelliger Höhe. Die Polizei gibt hier Tipps, wie sich die Bürger gegen diese Masche schützen können.
 
Telefonisch haben sich Unbekannte bei Regensburger Bürgern in der Nacht ab etwa 23 Uhr gemeldet und vorgegeben Polizeibeamte zu sein. Mindestens in zwei Fällen war im Telefondisplay als Rufnummer 0941110 zu sehen. Dies ist den Tätern durch das sogenannte Call-ID-Spoofing möglich.

In zwei der hier bekannten Fälle haben sich die Täter von einer Geschädigten einen hohen vierstelligen Eurobetrag aushändigen lassen und in einem anderen Fall Bargeld und andere Wertgegenstände im Wert eines niedrigen fünfstelligen Eurobetrages. Dabei haben sie nach bekannter Weise ein Szenario aufgebaut um ihre Glaubwürdigkeit zu untermauern.

Die Kriminalpolizei Regenburg hat die Ermittlungen aufgenommen und verfolgt intensiv jeden Hinweis und Ermittlungsansatz. 

falsche polizisten auch in regensburg aktiv teleBereits am Montag gegen 22 Uhr erhielt eine ältere Dame aus Weiden einen verdächtigen Telefonanruf. Die Frau las die Telefonnummer 0961/110 von ihrem Apparat ab. Der unbekannte männliche Anrufer gab sich der 68jährigen gegenüber als Polizeibeamter aus. Er teilte ihr mit, dass in der Nachbarschaft eingebrochen worden war und der Täter flüchtig sei. Es soll nun der Schließzustand der Fenster und Türen überprüft werden. Diese Angaben entsprachen nicht den Tatsachen. Ein Einbruch fand nicht statt. Auch kam dieser Anruf nicht von der Polizei.

In naher Vergangenheit kam es im gesamten Bundesgebiet zu vergleichbaren Anrufen. Angebliche Polizeibeamte erschienen nach dem Anruf und durchsuchten Wohnhäuser nach flüchtigen Einbrechern. Nachdem die falschen Polizeibeamten wieder weg waren, stellten die Geschädigten das Fehlen von Wertgegenständen fest. 

Die 68jährige reagierte richtig. Sie verständigte ihrerseits die Polizei. Zu einem weiteren Telefonanruf kam es nicht. Auch erschien niemand bei der Frau. Die Polizei möchte diesen aktuellen Fall zum Anlass nehmen, um die Bevölkerung zu sensibilisieren.

Immer wieder sind Betrüger unterwegs, die den Namen der Polizei für kriminelle Zwecke missbrauchen. Dabei nutzen sie gefälschte Dienstausweise (wie hier im Bild Tatort-Kommissar Wotan Wilke Möhring), versenden raffiniert gefälschte E-Mails oder bieten überteuerte und nutzlose telefonische Einbruchschutzberatung an.

Die Betrüger haben es vor allem auf eines abgesehen – das Geld ihrer Opfer. Mit falschen Dienstausweisen beispielsweise gelangen die Kriminellen unter einem offiziellen Vorwand in die Wohnungen ihrer Opfer, um dort Schmuck und Bargeld zu stehlen oder fordern Bargeld unter den haarsträubendsten Begründungen.

Der neuste Trick der Betrüger:

Sie rufen ihre Opfer unter der Notrufnummer 110 an, um diese vor einem geplanten Diebstahl zu warnen. Die Bewohner erhalten den Tipp, das gesamte Bargeld im Haus zu sammeln, um es von einem Kriminalbeamten abholen und an einen „sicheren Ort“ bringen zu lassen. Selbstverständlich versprechen sie, das Geld zurückzubringen, wenn die Gefahr gebannt ist. Durch diese Vorgehensweise haben die Betrüger schon fünfstellige Summen erbeutet.

 Mit diesen Tipps der Polizei können Sie sich vor Trickbetrügern schützen

  • Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis.
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie die Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die Telefonauskunft geben. Wichtig: Lassen Sie den Besucher währenddessen vor der abgesperrten Tür warten.
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen Verhältnissen preis.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
 
Weitere nützliche Tipps wie sie sich vor Betrügern schützen können, erfahren sie im Internet unter www.polizei-beratung.de. Hier erhalten sie auch Informationen zu den Themen Diebstahl und Einbruch, Gewalt, Drogen, Gefahren im Internet, etc.
Bildquelle: Kamerafoto / sonstige | Polizei/NDR



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