42 Jahre nach Verschwinden – Kriminalpolizei geht neuen Hinweisen nach


Seit dem Morgen des 08.04.2019 gräbt die Kriminalpolizei Weiden nach möglichen Überresten der seit mehr als 42 Jahren vermissten Monika Frischholz. An einem Waldrand südlich von Waldkirch bei Flossenbürg vermuten die Ermittler der Weidener Kriminalpolizei einen möglichen Ablageort der Leiche. Für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat führen, setzt die Polizei weiterhin eine hochdotierte Belohnung aus.

Mehr als 42 Jahre nach dem Verschwinden der damals zwölfjährigen Monika Frischholz aus Flossenbürg wird seit dem Morgen des 08.04.2019 ein Waldstück bei Georgenberg durchsucht. Die Ermittler der Weidener Kriminalpolizei hoffen, dort sterbliche Überreste des verschollenen Mädchens zu finden. Unterstützt werden die Kriminalbeamten von Spezialisten verschiedener Fachrichtungen: So sind unter anderem Kräfte des Fachkommissariats für Spurensicherung, des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Erlangen-Nürnberg, der Operativen Fallanalyse Bayern, der Staatsanwaltschaft Weiden und einer technischen Einsatzeinheit der Bayerischen Bereitschaftspolizei aus Nürnberg eingebunden.

Fall wurde vor Monaten neu aufgerollt

Bereits im Dezember 2018 hat die Kriminalpolizeiinspektion Weiden die Ermittlungsgruppe „Froschau" gegründet, welche das Verschwinden und den möglichen Tod der seit über 42 Jahren in Flossenbürg abgängigen Monika Frischholz aufklären soll. Von der These, dass das Mädchen ermordet wurde, rückt die Ermittlungsgruppe weiterhin nicht ab.

Am 25. Mai 1976, gegen 15:30 Uhr, wurde die damals 12-jährige Monika Frischholz in ihrem Heimatort Flossenbürg zum letzten Mal lebend gesehen. Gegen 15:15 Uhr verließ sie ihr Elternhaus im Stieberweg und ging Richtung Floßer Straße. Dort bog sie nach links ab und ging die Floßer Straße bergab. Durch damalige, aber auch durch aktuelle Zeugenhinweise konnten die Ermittler ihren Fußweg bis zu der Abzweigung nach Waldkirch rekonstruieren. Von dort ging die Suche der Froschau nach Monika Frischholz weiter.

Erfolg der Aktion noch ungewiss

Nach einer Vielzahl von wertvollen Hinweisen aus der Bevölkerung begann heute die Suche nach ihrem Leichnam. Die Ermittler der Weidener Kriminalpolizei konnten durch ihre Arbeit einen potentiellen Ablageort der Leiche herausarbeiten und graben seit heute Morgen an einem Waldrand südlich der kleinen Ortschaft Waldkirch bei Flossenbürg. Ob und inwieweit die forensischen Grabungen zu einer Auffindung von menschlichen Überresten oder Beweismitteln führen werden, ist noch vollkommen offen. Kriminalhauptkommissar Armin Bock, zugleich Ermittlungsgruppenleiter der „EG Froschau", gibt sich kampfbetont: „Egal jedoch wie diese erste Untersuchung verlaufen wird: Wir werden nicht aufgeben!"

Stattliche Belohnung ausgesetzt


Die vom Bayerischen Landeskriminalamt ausgesetzte Belohnung für Mitteilungen, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, beträgt stolze 10.000 Euro. Die Belohnung wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt. Sie ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt.

Zeugen, die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben, werden um sachdienliche Hinweise zur Aufklärung des Mordes unter der Rufnummer 0961/401-291 gebeten. Jeglicher noch so kleine Hinweis kann für die Ermittler weiterhin von großer Bedeutung sein.
Bildquelle: pixelio.de | Karl-Heinz Laube



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