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Auch geschulte Laien können mit dem Nasenspray Naloxon das Leben von Drogenabhängigen retten. Im Rahmen eines bayerischen Modellprojekts an der Uni Regensburg wurden Laien im Umgang mit dem Nasenspray unterrichtet. Bisher wurde das Medikament unter knapp 500 Schulungsteilnehmern bereits 69 Mal erfolgreich eingesetzt. 

Im letzten Jahr starben 650 Menschen an einer Opioidvergiftung. Schätzungen zufolge sind bei Überdosierungen in zwei von drei Fällen jedoch andere Personen anwesend, die helfen könnten und helfen wollen. Im Rahmen des bayerischen Modellprojekts „BayTHN – Take Home – Naloxon in Bayern“ an der Universitätsklinik Regensburg wurden Opioidabhängige, deren Angehörige oder ihnen nah stehende Personen im Umgang mit dem Nasenspray Naloxon unterrichtet. Bisher kam das lebensrettende Medikament unter knapp 500 Schulungsteilnehmern bereits 69 Mal erfolgreich zum Einsatz. Das teilte das Bayerische Gesundheitsministerium mit.

Die Wirkung des Nasensprays ist bei richtiger Anwendung schnell und einfach und kann die Wirkung von Opioiden ganz oder vorübergehend aufheben. Das bayerische Gesundheitsministerium fördert das Projekt bis Ende des Jahres mit 330.000 Euro.

Das Projekt läuft seit Oktober 2018 und wird federführend von der Universität Regensburg in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Universität Bamberg umgesetzt. Im Rahmen des Modellprojekts werden medizinische Laien speziell geschult, wie sie ein Naloxon-Nasenspray bei Menschen anwenden, die akut einen durch eine Überdosis von Heroin oder anderen Opioiden verursachten Atemstillstand erlitten haben. Naloxon kann in diesen Fällen ein lebensrettendes Medikament sein. Bislang durfte Naloxon nur von Ärzten angewandt werden.

Opioidabhängige sterben viel zu häufig an einem Atemstillstand.“ Das müsse man verhindern, so Daniela Ludwig, Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Auch wenn die Detailauswertung des Projektes noch ausstehe, könne man bereits jetzt schon sagen: „Naloxon kann Leben retten.“
Bildquelle: bigstockphoto.com | Rhjphotos

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