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4.899 neue Auszubildende haben von Januar bis Dezember 2020 eine Lehre im ostbayerischen Handwerk begonnen - im Vergleich zum Vorjahr 2019 ein Rückgang um 6,93 Prozent. Als ursächlich für die Entwicklung nennt die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz aber nicht die Corona-Pandemie, sondern die demografische Entwicklung.

Die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz zieht Ausbildungs-Bilanz: 4.899 neue Auszubildende haben von Januar bis Dezember 2020 eine Lehre im ostbayerischen Handwerk begonnen. Im Vergleich zum Vorjahr 2019 ist das mit 365 weniger besetzten Lehrstellen ein Rückgang um 6,93 Prozent. Als ursächlich für die Entwicklung nennt die Handwerkskammer allerdings nicht die Corona-Pandemie, sondern die demografische Entwicklung.

Handwerk bildet trotz Corona aus

„Im letzten Jahr hatten wir rückläufige Schulabgängerzahlen in unserer Region. Dies hat einen direkten Einfluss auf unsere Ausbildungsstellensituation“, erklärt Jürgen Kilger, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. Die Pandemie hat sich auf die Lehrstellensituation 2020 dafür weniger stark als befürchtet ausgewirkt. „Die Zahlen sind im Großen und Ganzen so ausgefallen, wie wir sie schon vor dem Virusausbruch prognostiziert haben, also einen bedeutenden Corona-Effekt sehen wir im vergangenen Jahr noch nicht“, sagt Kilger. Im Sommer 2020 habe das Handwerk in Sachen Ausbildung vieles nachgeholt, was im ersten Lockdown nicht möglich war. So konnte eine anfänglich rückläufige Ausbildungsleistung kompensiert und noch viele Lehrverträge abgeschlossen werden.

Fachkräftemangel besteht nach wie vor

In Niederbayern ist der Rückgang der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge mit einem Minus von 8,84 Prozent etwas stärker ausgefallen als in der Oberpfalz mit 4,66 Prozent. „Um der aktuellen Entwicklung entgegenzuwirken, muss das Handwerk weiterhin die ausgezeichneten Perspektiven darstellen, die eine Ausbildung im Handwerk bietet“, ist sich Haber sicher. In Sachen Ausbildung nicht nachzulassen, sei laut dem Kammerpräsidenten eine Investition in die Zukunft: „Denn nach Corona werden Profis im Handwerk begehrter denn je sein, der Fachkräftemangel verschwindet ja nicht einfach.“

Kfz-Mechatroniker ist der häufigste Ausbildungsberuf

Der beliebteste Lehrberuf in Niederbayern und der Oberpfalz ist nach wie vor Kfz-Mechatroniker. 688 neue Lehrverträge wurden hier unterzeichnet. Im Ranking der meisten Neuabschlüsse folgen die Berufe Elektroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Schreiner und Maurer. Diese fünf machen 44 Prozent des Gesamtbestandes im ersten Lehrjahr aus. Die Quote der Auszubildenden mit Hochschulreife im Handwerk liegt bei 9,6 Prozent, mit Mittlerer Reife bei 36,5 Prozent und 51 Prozent der Auszubildenden im Handwerk haben einen Mittelschulabschluss. Das Handwerk in Niederbayern und der Oberpfalz bildet 32 Prozent aller Lehrlinge aus.
Bildquelle: Kamerafoto / sonstige | HWK - Elisabeth Bayer

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