In der Fürst-Anselm-Allee ist am Samstag die erste „Rote Bank“ Regensburgs eingeweiht worden. Die Installation soll auf Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam machen und ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen.
Die Regensburger Grünen und ihr Arbeitskreis Frauen setzen gemeinsam mit dem örtlichen Frauenhaus ein sichtbares Zeichen gegen Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt. Am Samstag, den 25. Juli, weihten sie um 15:30 Uhr in der Fürst-Anselm-Allee die erste „Rote Bank“ der Stadt ein.
Farbe Rot symbolisiert vergossenes Blut der Opfer
„Gewalt an Frauen braucht mehr Aufmerksamkeit!“, verdeutlicht Monir Shahedi, die das Projekt initiiert und sich als Stadträtin der Grünen bereits seit letztem Jahr für die Umsetzung eingesetzt hat.
Das Projekt „Rote Bänke“ (italienisch: „panchine rosse“) zielt darauf ab, die Öffentlichkeit auf das Ausmaß von Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Die Farbe Rot symbolisiert dabei das vergossene Blut der Opfer, während die Bank den schmerzhaften leeren Platz repräsentiert, den ermordete oder verletzte Frauen in ihren Familien und ihrem sozialen Umfeld hinterlassen haben.
„Längst überfälliger Ort des Innehaltens“
„Mit dieser Installation schaffen wir einen längst überfälligen Ort des Innehaltens mitten im Stadtbild“, erklärt Andrea Sedlmaier, Schatzmeisterin des grünen Kreisverbands und Sprecherin des AK Frauen. „Ich lade alle Passantinnen und Passanten ein, Platz zu nehmen und sich der Notwendigkeit eines wirksamen Schutzes für Frauen bewusst zu werden.“
Bündnis 90/Die Grünen / RNRed