Eine 30-jährige Frau ist am Wochenende in ihrer Wohnung im Weidener Ortsteil Rehbühl durch mehrere Messerstiche schwer verletzt worden. Ein 31-jähriger Tatverdächtiger konnte nun nach umfangreichen Ermittlungen in Thüringen festgenommen werden.
Nach dem aktuellen Stand der laufenden Ermittlungen soll ein 31-jähriger Deutscher in der gemeinsamen Wohnung seine 30-jährige afghanische Lebensgefährtin am Samstag, den 1. August, gegen 12:00 Uhr, im Ortsteil Rehbühl in Weiden i.d.OPf. mit mehreren Messerstichen schwer verletzt haben.
Frau nach Notoperation außer Lebensgefahr
Die Hintergründe der Tat sind momentan Bestandteil intensiver kriminalpolizeilichen Ermittlungen der Weidener Kriminalpolizei. Nachdem die schwerstverletzte Frau erst nach mehreren Stunden Nachbarn auf sich aufmerksam machen konnte, wurde sie von den verständigten uniformierten Polizeibeamten in der Wohnung angetroffen und dem Rettungsdienst zugeführt. Dieser brachte die Frau in ein Krankenhaus, wo sie notoperiert wurde, zwischenzeitlich ist die Geschädigte jedoch außer Lebensgefahr ist.
Tatmesser in Wohnung sichergestellt
Bei der umfangreichen kriminaltechnischen Tatortarbeit durch das Spurensicherungskommissariat wurde das mutmaßliche Tatmesser in der Wohnung aufgefunden und zahlreiche weitere tatrelevante Spuren festgestellt. Der Tatverdächtige befand sich nicht mehr vor Ort, sodass umgehend umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach ihm eingeleitet wurden. Dazu wurden relevante Objekte im Stadtgebiet Weiden und am ehemaligen Wohnort des Tatverdächtigen durchsucht.
Festnahme nach überregionaler Suche
In die umfangreichen und personalintensiven Ermittlungen und Fahndungsmaßnahmen nach dem vermeintlichen Straftäter waren auch Zielfahnder des Bayerischen Landeskriminalamts zur Unterstützung eingebunden. Die Fahndung erstreckte sich über Bayern sowie die Bundesländer Sachsen und Thüringen. Im Rahmen dieser bundeslandübergreifenden Maßnahmen konnte der 31-jährige Tatverdächtige am Mittwochvormittag, den 05. August, in Thüringen durch Zivilkräfte schließlich widerstandslos festgenommen werden.
Haftbefehl gegen Tatverdächtigen erlassen
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.OPf. wurde der Tatverdächtige durch örtliche Polizeikräfte nach Weiden überstellt und am Donnerstag, den 6. August, dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Der Tatverdächtige wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Polizeipräsidium Oberpfalz / RNRed