Ein Reisender alarmierte am Donnerstagabend die Polizei, nachdem er am Regensburger Hauptbahnhof einen Mann mit einer Waffe gesehen hatte. Bundespolizisten rückten aus und trafen wenig später auf den 26-Jährigen.
Am Donnerstagabend, den 6. August, ist ein 26-Jähriger mit einer Softairpistole im Hosenbund durch den Hauptbahnhof Regensburg gegangen und versetzte Reisende in Angst. Bundespolizisten stellten den Deutschen und beschlagnahmten die Waffe.
Mann mit Schusswaffe im Hosenbund am Arcadensteg
Gegen 20:15 Uhr informierte ein Reisender über Notruf das Polizeipräsidium Oberpfalz über einen Mann, der sich mit einer Schusswaffe im Hosenbund vom Arcadensteg in Richtung Hauptbahnhof bewegt.
Mehrere Bundespolizeistreifen eilten sofort zum Einsatzort und konnten am Bahnsteig 3 einen Mann feststellen, auf den die Personenbeschreibung passte. Die Frage der Beamten nach Waffen verneinte der Mann zunächst.
Bei der Durchsuchung des Mannes entdeckten die Bundespolizisten im Hosenbund augenscheinlich eine Pistole und stellten sie sicher. Lediglich das T-Shirt verdeckte die Waffe.
Waffe laut 26-Jährigem für Freundin bestimmt
Ersten Ermittlungen zufolge handelte es sich dabei um eine Softairwaffe mit einer Geschossenergie über 0,5 Joule und entsprechender Kennzeichnung. Den erforderlichen Waffenschein für das Führen der Softairpistole konnte der 26-jährige Deutsche nicht vorlegen.
Eigenen Angaben zufolge wollte er die Waffe seiner Freundin zu Zwecken der Selbstverteidigung übergeben.
Das Bundespolizeirevier Regensburg ermittelt wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entließen die Beamten den Mann aus der Dienststelle.
Polizei warnt
Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang ausdrücklich davor, Waffen zur vermeintlichen Selbstverteidigung im Alltag mitzuführen: Deko-, Anscheins-, Spielzeug- und Schreckschusswaffen sind von echten Waffen häufig nicht zu unterscheiden und führen schlimmstenfalls zum Schusswaffengebrauch durch die Polizei!
Weitere Informationen zum Thema „Sicher ohne Waffen“ finden Sie auf der Informationsseite der Bundespolizei.
Bundespolizeiinspektion Waldmünchen / RNRed