Dichter Rauch zog am Dienstagnachmittag durch ein Mehrfamilienhaus in Neutraubling und löste einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei aus. Die Bewohner mussten das Gebäude verlassen, mehrere Wohnungen wurden anschließend kontrolliert. Das Feuer hat für eine Bewohnerin nun auch rechtliche Folgen.
Unbeaufsichtigt zurückgelassene brennende Kerzen waren nach dem derzeitigen Ermittlungsstand der Polizei in Neutraubling der Auslöser für einen Großeinsatz der Rettungskräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei am frühen Dienstagnachmittag. Nachdem eine 32-jährige Mutter im Badezimmer Kerzen anzündete, danach aber mit ihren beiden Kindern die Wohnung verliess ohne die Kerzen zu löschen, konnten die Flammen auf Plastikteile im Bad übergreifen und sich so zu einem Zimmerbrand ausweiten.
Rauch breitet sich im gesamten Haus aus
Der anschließende Rauch zog vom 3. Obergeschoss durch das gesamte Haus. Sämtliche Bewohner konnten rechtzeitig evakuiert werden. Verletzt wurde, wie durch ein Wunder, niemand, mit Ausnahme einer 50-jährigen Nachbarin, die sich in Panik, mit dem Fenster hantierend, vermutlich das Nasenbein brach.
Feuerwehr kontrolliert alle Wohnungen
Sämtliche Wohnungen wurden nach der Löschung des Brandes von der Feuerwehr gelüftet und gemeinsam mit der Polizei auf Kohlenmonoxid überprüft. Zwei Wohnungen im Haus mussten dabei gewaltsam geöffnet werden, da die Bewohner nicht zu Hause waren.
Hoher fünfstelliger Schaden
Die Wohnung mit dem Brandherd ist seither unbewohnbar. Ebenso beschädigte das Löschwasser die darunterliegende Wohnung. Der Gesamtschaden wird auf einen hohen fünfstelligen Betrag geschätzt. Gegen die Verursacherin wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet. Sie kam zusammen mit ihren beiden Kindern in einer Wohnung in der Stadt Neutraubling unter.
Polizeiinspektion Neutraubling / RNRed