Eine vermeintlich lukrative Geldanlage im Internet ist einem Ehepaar aus dem Landkreis Regensburg teuer zu stehen gekommen. Ausgangspunkt war eine Werbeanzeige auf dem Smartphone. Was zunächst wie ein seriöses Investment wirkte, entwickelte sich über Monate zu einem mutmaßlichen Betrugsfall mit erheblichen finanziellen Folgen.
Eine hohe Geldsumme verlor ein Ehepaar aus dem Landkreis Regensburg durch einen mutmaßlichen Anlagebetrug. Die Kriminalpolizei Regensburg hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt vor vermeintlich lukrativen Finanzangeboten im Internet.
Kontakt beginnt über Werbeanzeige
Im Zeitraum vom 20.07.2025 bis 25.08.2026 wurde einem Ehepaar aus dem Landkreis Regensburg auf ihrem Smartphone Werbung für eine vermeintliche Finanzanlage angezeigt. Die Ehefrau folgte der Werbung und hinterlegte ihre persönlichen Daten in einem Kontaktformular der angeblichen „Walens AG“. Im weiteren Verlauf nahmen bislang unbekannte Täter Kontakt zu der Frau auf und überzeugten sie fast 100.000 Euro für die vermeintliche Geldanlage zu überweisen. Nachdem die Überweisungen erfolgt waren, brach der Kontakt zu den angeblichen Anlageberatern ab. Auch der zuvor zur Verfügung gestellte Link zu einem vermeintlichen Anlagekonto ist zwischenzeitlich nicht mehr erreichbar. Der Fall wird vom zuständigen Fachkommissariat der Kriminalpolizei Regensburg bearbeitet.
Polizei warnt vor Anlageangeboten mit hohen Gewinnversprechen
Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt eindringlich vor vermeintlich lukrativen Finanz- und Anlageangeboten, die über Werbung im Internet oder auf Smartphones verbreitet werden. Lassen Sie sich nicht von hohen Gewinnversprechen oder professionell gestalteten Internetseiten täuschen!
Im Zusammenhang mit dieser Betrugsform gibt die Polizei folgende Tipps:
- Seien Sie stets misstrauisch bei verlockend wirkenden Angeboten, die "schnelles Geld" versprechen!
- Die Betrugsangebote erscheinen oft in vermeintlich seriösen Werbeanzeigen auf sozialen Netzwerken und führen zu betrügerischen Webseiten.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Die "Anbieter" versuchen ihre Opfer durch intensiven Kontakt per Telefon oder Messenger-Dienste zu beeinflussen!
- Informieren Sie sich über die Angebote, Anbieter und Plattformen, bevor Sie sich anmelden oder Geld überweisen!
- Geben Sie keine sensiblen Daten preis - wie z. B. Zugangsdaten zum Online-Banking oder zum Depot!
- Unter keinen Umständen sollten Sie einen Zugriff auf Ihren Computer oder Ihr Handy mittels Fernwartungssoftware ermöglichen!
- Halten Sie Rücksprache mit Familienangehörigen, Verwandten oder Freunden, die unter Umständen schon Erfahrungen in diesem Bereich gesammelt haben!
- Beachten Sie: Wenn Sie Geld in Kryptowährungen wie z. B. Bitcoin tauschen und diese an fremde Wallets (digitale Geldbörsen) transferieren, ist eine Rückbuchung nicht möglich!
Polizeipräsidium Oberpfalz / RNRed