Ein vermeintlicher Hilferuf hat am Montagmorgen in Neutraubling einen Polizeieinsatz ausgelöst. Vor Ort stellte sich die Situation jedoch anders dar als zunächst geschildert. Als die Einsatzkräfte schließlich eine Wohnung betraten, wurden sie mit einer gefährlichen Situation konfrontiert.
Am Montag, den 07.09.2026, gegen 06:00 Uhr, ließ ein 46-jähriger deutscher Staatsangehöriger über seine Mutter telefonisch bei der Polizeiinspektion Neutraubling mitteilen, dass er in seiner Wohnung in Neutraubling in der Peter-Parler-Straße von zwei Personen festgehalten werde. Bei Eintreffen der ersten Polizeistreife ergaben sich Anhaltspunkte dafür, dass die am Telefon geschilderte Situation nicht der Wahrheit entspreche. Nach Eintreffen weiterer Polizeikräfte und Ansprache des Mannes wurde die Wohnungstür gewaltsam geöffnet. Der 46-Jährige konnte alleine in der Wohnung angetroffen werden und bedrohte hierbei die Polizeibeamten mit einer Armbrust sowie einem Küchenmesser.
Festnahme ohne Widerstand
Auf polizeiliche Aufforderung legte der Mann die Gegenstände ab und konnte widerstandlos festgenommen werden. Verletzt wurde niemand. Da sich der 46-Jährige augenscheinlich in einem psychischen Ausnahmezustand befand, wurde die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Zudem erwartet den Mann ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung.
Polizeiinspektion Neutraubling / RNRed