Zum Start des neuen Schuljahres rückt die Polizei in der Oberpfalz die Sicherheit im Auto verstärkt in den Fokus. Hintergrund sind Zahlen aus der Unfallstatistik, die eine deutliche Entwicklung zeigen. Bei landesweiten Aktionstagen kontrollieren die Einsatzkräfte deshalb mehrere Tage lang gezielt Fahrzeuge.
Fast jeder dritte tödlich verunglückte Pkw-Insasse in der Oberpfalz war 2025 nicht angeschnallt oder nicht ordnungsgemäß gesichert. Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration ruft zum Beginn des neuen Schuljahres landesweite Aktionstage aus. Vom 15. bis 18. September 2026 stehen die Themen „Gurt- und Kindersicherungspflicht“ im Fokus. Auch das Polizeipräsidium Oberpfalz beteiligt sich an dieser wichtigen Präventionskampagne und wird im genannten Zeitraum verstärkt Kontrollen durchführen.
Zahl ungesicherter Todesopfer deutlich gestiegen
In der Oberpfalz kamen im vergangenen Jahr 38 Menschen im PKW ums Leben. 12 davon trugen nicht den erforderlichen Sicherheitsgurt bzw. waren nicht durch eine erforderliche Kinderrückhalteeinrichtung gesichert. Im Jahr 2024 gab es drei Fälle – das ist eine bedenkliche Zunahme um 300 Prozent!
„Diese Zahlen sind erschreckend und zeigen eindeutig: Der Sicherheitsgurt ist und bleibt die wichtigste Sicherheitsvorrichtung im Fahrzeug. Besonders alarmierend ist der enorme Anstieg der nicht gesicherten Insassen in unserer Region. Jeder einzelne dieser Fälle ist einer zu viel.“ – Polizeivizepräsident Erwin Frankl
Bis zum 31. Juli 2026 waren drei Personen in der Oberpfalz, die tödlich verunglückt waren, nicht angegurtet. Der Sicherheitsgurt und die Kinderrückhaltesysteme gehören zu den wirksamsten Schutzvorrichtungen im Fahrzeug. Die aktuellen Unfallzahlen zeigen jedoch, dass immer noch Menschen auf diese einfachen und lebenswichtigen Schutzmaßnahmen verzichten.
„Anschnallen ist keine Frage der Strecke, sondern eine Selbstverständlichkeit – auf jedem Sitzplatz und bei jeder Fahrt!“ – Polizeivizepräsident Erwin Frankl
Mehr Todesopfer ohne Sicherheitsgurt in Bayern
Auch bayernweit zeigt sich dieser Negativtrend: Im vergangenen Jahr kamen in Bayern 249 Menschen im PKW ums Leben, davon waren 53 nicht angeschnallt. Damit stieg der Anteil der nicht angegurteten Todesopfer von 16,8 auf 21,3 Prozent. Ein Kind kam ungesichert in einem Pkw ums Leben. Bis Ende April 2026 waren in Bayern bereits 15 Personen, die tödlich verunglückt waren, nicht angeschnallt.Verstärkte Kontrollen vom 15. bis 18. September
Im Rahmen der Aktionstage „Gurt- und Kindersicherungspflicht“ vom 15. bis 18. September finden in der Oberpfalz verstärkt Kontrollen statt. Die Polizei möchte mit den Autofahrern ins Gespräch kommen und sie darauf sensibilisieren, dass Sicherheitsgurte und geeignete Kindersitze Leben retten können.
Darauf sollten Autofahrer achten
Das Polizeipräsidium Oberpfalz appelliert eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer:
- Legen Sie immer den Sicherheitsgurt an, auch auf kurzen Strecken und im Stadtverkehr.
- Sichern Sie Kinder stets in geeigneten Kinderrückhalteeinrichtungen entsprechend ihrer Größe und ihres Gewichts.
- Nehmen Sie als Fahrzeuglenker die Verantwortung für Ihre Mitfahrer wahr und sorgen Sie dafür, dass alle Insassen angegurtet sind.
- Vorbildfunktion: Erwachsene sollten Kindern durch eigenes Verhalten zeigen, dass das Anschnallen selbstverständlich ist.
Polizeipräsidium Oberpfalz / RNRed