Ältere Menschen sollen in Hemau künftig wieder Fahrradausflüge unternehmen können, auch wenn sie selbst nicht mehr in die Pedale treten können. Ein Treffen in der Grunwald-Villa hat nun wichtige Akteure zusammengebracht, um die Umsetzung des Projekts voranzubringen.
Jeder hat ein Recht auf Wind in den Haaren – in jedem Lebensalter: Dafür setzt sich der Verein „Radeln ohne Alter e. V.“ (RoA) ein. RoA organisiert Rikscha-Fahrten für ältere Menschen, die nicht mehr selbst in die Pedale treten können – ein Pionier-Projekt, das in ähnlicher Form bald auch in Hemau Einzug halten könnte.
E-Rikscha ermöglicht Ausflüge für Menschen mit eingeschränkter Mobilität
Die Idee: Auch wer in seiner Mobilität eingeschränkt ist und sich nicht mehr selbst in den Sattel schwingen kann, soll die Möglichkeit haben, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Dank spezieller E-Rikschas, die von ehrenamtlichen Pilotinnen und Piloten gelenkt werden, können Fahrgäste zu schönen Ausflügen durch die Region aufbrechen und kleine Alltagsabenteuer erleben. Christian Scheuerer, Leiter des BRK SeniorenWohnen in Hemau, möchte für seine Einrichtung eine E-Rikscha anschaffen und sie zugleich auch anderen Interessierten zur Verfügung stellen. Wie ein solches Angebot in Hemau organisiert werden könnte, besprachen kürzlich Vertreter verschiedener Einrichtungen und Vereine bei einem Treffen in der Grunwald-Villa unter Federführung der Projektverantwortlichen der „Sorgenden Stadt Hemau“. Mit dabei war auch die Seniorenbeauftragte des Marktes Kohlberg im Landkreis Neustadt an der Waldnaab, Maria Müller, und berichtete von ihren Erfahrungen. In Kohlberg gibt es ein ähnliches Projekt, das bereits mit großem Erfolg angelaufen ist.
Michaelimarkt bietet Gelegenheit zum Ausprobieren
Bevor die E-Rikscha auch in Hemau losrollen kann, gilt es noch einige Fragen zu klären – von der „Ausbildung“ der Piloten über Versicherungsschutz bis hin zu Fördermöglichkeiten. Unterstützung bei der Wartung und Pflege des Fahrrads hat bereits das Tangrintel Repair Café zugesagt. Auch bei der Entwicklung eines einfachen Online-Buchungssystems könnte das Repair Café mithelfen, so der Vorsitzende Christian Erhardt. Gesucht werden außerdem noch ehrenamtliche Pilotinnen und Piloten, die Freude am Radfahren und am Kontakt mit Menschen haben und sich für das Projekt engagieren möchten.
Wer das Projekt kennenlernen und die E-Rikscha selbst ausprobieren möchte, hat dazu am Michaelimarkt am 20. September Gelegenheit. Fragen dazu beantwortet der Projektleiter der „Sorgenden Stadt Hemau“ Dr. David Rester: E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefonnummer 0176/46101811.
Stadt Hemau / RNRad