21 großformatige Porträts erzählen von Menschen, deren Leben von Krieg, Flucht und Behinderung geprägt ist. Mit der Ausstellung „barriere:zonen“ holt das Landratsamt Regensburg ihre Geschichten in den Mittelpunkt. Zum Abschluss kommt auch der mehrfach ausgezeichnete Fotojournalist Till Mayer nach Regensburg.
Im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2026 zeigt das Landratsamt Regensburg noch bis zum 10. Oktober 2026 die eindrucksvolle Ausstellung „barriere:zonen“ zum Thema „Leben und Überleben“ des prämierten Journalisten und Fotografen Till Mayer und der Hilfsorganisation Handicap International.
21 Porträts erzählen persönliche Geschichten
Auf 21 überlebensgroßen Porträts werden Schicksale von Menschen mit Behinderungen in Konflikt- und Kriegsregionen dargestellt – sie berühren, manche stimmen traurig, aber alle machen gleichzeitig auch Mut.
Die Ausstellung zeigt eindrucksvolle Porträts von Frauen, Männern und Kindern, deren Leben durch Krieg und Gewalt geprägt ist – ob im Gazastreifen, in der Ukraine, in Flüchtlingslagern im Kongo, in Uganda, Vietnam oder Laos. Diese Menschen kämpfen nicht nur mit den sichtbaren und unsichtbaren Wunden des Krieges, sondern auch mit den täglichen Barrieren in ihrer Umwelt. Ihre Geschichten sind bewegend, fordernd und ermutigend – denn sie erzählen auch von Stärke, Würde und dem unermüdlichen Willen, das Leben selbst unter den schwierigsten Umständen zu meistern. Viele der porträtierten Menschen wurden von Handicap International auf ihrem Weg unterstützt.
„Die Ausstellung macht Schicksale sichtbar, die im Alltag oft zu wenig Beachtung finden. Sie zeigt zugleich eindrucksvoll, wie viel Mut, Stärke und Lebenswillen Menschen selbst unter schwierigsten Bedingungen aufbringen“, so die Landrätin.
Über den Fotojournalisten Till Mayer
Der mehrfach ausgezeichnete Fotojournalist Till Mayer reist regelmäßig in die Krisenregionen der Welt – immer auf der Suche nach den Geschichten hinter den Konflikten. Seine Arbeiten geben Kriegsversehrten, Flüchtlingen und Menschen mit Behinderungen eine Stimme und dokumentieren ihre Schicksale mit großer journalistischer Präzision und Menschlichkeit. In enger Zusammenarbeit mit Handicap International setzt er seine Fotografien und Reportagen gezielt ein, um auf humanitäre Missstände aufmerksam zu machen und Veränderungen anzustoßen. In jüngster Zeit reist er immer wieder in die Ukraine, um dort die Schrecken des Krieges fotografisch zu dokumentieren. Weitere Informationen sind auf der Homepage www.tillmayer.de zu finden.
Finissage am 8. Oktober 2026
Am Donnerstag, 8. Oktober 2026, um 16 Uhr findet die Finissage zur Ausstellung im Landratsamt Regensburg statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Als Referent konnte der Fotograf Till Mayer selbst gewonnen werden. Er berichtet persönlich in Regensburg über die Entstehung der Porträts sowie über seine langjährige Arbeit und seine Erfahrungen in Kriegs- und Krisengebieten. Menschen mit Behinderung sind Konflikten und ihren Folgen besonders schutzlos ausgeliefert. Ihnen fehlt oftmals die Sichtbarkeit. „Die Ausstellung gibt mutigen Menschen eine Stimme“, sagt Till Mayer. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen
Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Landratsamtes Regensburg besichtigt werden. Auch Schulklassen oder andere Gruppen sind herzlich willkommen.
Die Ausstellung und die Finissage werden vom Inklusionszirkel „Flucht, Migration, Behinderung“ von Stadt und Landkreis Regensburg organisiert. Dieses Netzwerk, bestehend aus Fachkräften, Engagierten und Betroffenen, setzt sich für mehr Teilhabe und Sichtbarkeit von Menschen mit Behinderung und Flucht- oder Migrationsgeschichte in der Stadt und im Landkreis Regensburg ein.
Landkreis Regensburg / RNRed