Eine Vermisstenfahndung führte die Polizei in der Nacht zum Sonntag nach Bayerisch Eisenstein. Dort entdeckten die Beamten einen brennenden VW-Bus, in dessen Innenraum später eine Leiche gefunden wurde. Wenige Stunden später fanden Suchhunde den schwer verletzten Fahrzeughalter in einem Waldstück.
Nach dem Fund einer Leiche in einem brennenden VW-Bus in Bayerisch Eisenstein im Landkreis Regen ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen eines Tötungsdelikts. Bei der Toten handelt es sich um die 45-jährige Ex-Lebensgefährtin des 46-jährigen Fahrzeughalters. Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen.
Eine Streife der Polizeiinspektion Zwiesel hatte den VW-Bus am Sonntag, 20. September, gegen 0.40 Uhr auf einem Parkplatz in der Güterhallenstraße entdeckt. Das Fahrzeug stand zu diesem Zeitpunkt bereits in Vollbrand. Die Beamten waren im Zuge einer Vermisstenfahndung auf den Bus gestoßen. Angehörige hatten zuvor ein getrennt lebendes Ehepaar aus dem Landkreis Deggendorf als vermisst gemeldet. Hinweise hatten die Suche in die Arberregion geführt. Dabei war auch ein Polizeihubschrauber eingesetzt worden.
46-Jähriger schwer verletzt gefunden
Im Innenraum des ausgebrannten Fahrzeugs fanden Einsatzkräfte einen bis zur Unkenntlichkeit verbrannten menschlichen Leichnam. Personensuchhunde der Zentralen Ergänzungsdienste Passau fanden den 46-jährigen Halter des VW-Busses später am Morgen schwer verletzt in einem nahe gelegenen Waldstück. Nach der Erstversorgung wurde er mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht.
Bei der Obduktion am Montag, 21. September, wurde die Tote nach Angaben der Polizei als die 45-jährige Ex-Lebensgefährtin des Mannes identifiziert. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand kam die Frau bereits vor Ausbruch des Brandes durch Gewalteinwirkung ums Leben. Zu den genauen Umständen der Tat macht die Polizei bislang keine Angaben.
Der 46-jährige Deutsche befindet sich weiterhin in einer Klinik und wird nach Angaben der Polizei als Tatverdächtiger eines Tötungsdelikts zum Nachteil seiner Ex-Lebensgefährtin geführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Deggendorf wurde gegen ihn Haftbefehl erlassen.
Die Kriminalpolizeistation Deggendorf ermittelt unter Leitung der Staatsanwaltschaft Deggendorf weiter zu den genauen Geschehensabläufen.
Polizeipräsidium Niederbayern / RNRed