Mehrere Kontrollaktionen haben in den vergangenen Tagen unterschiedliche Bereiche des Straßenverkehrs in Regensburg in den Blick genommen. Im Fokus standen getunte Fahrzeuge, Alkohol und Drogen sowie die Sicherheit von Radfahrern. Die Polizei zieht nun Bilanz.
Die Maßnahmen reichen von Kontrollen der Tuning-Szene über Schwerpunktaktionen zu Alkohol und Drogen bis hin zum Radverkehr. Damit will die Polizei die Sicherheit im Straßenverkehr stärken und auf unterschiedliche Gefahrenquellen aufmerksam machen.
Saisonende der Tunerszene
Am 26. September 2026 stand das Saisonende der Tuning-Szene im Fokus der polizeilichen Ermittlungen. Um eine fachkundige Überprüfung der modifizierten Fahrzeuge zu gewährleisten, setzten neun Polizeibeamte gemeinsam mit spezialisierten Unterstützungskräften aus den Polizeipräsidien Oberpfalz und Niederbayern eine Kontrollaktion um. Begleitet wurde der Einsatz durch Vertreter der Staatsanwaltschaft Regensburg sowie eines Kfz-Sachverständigen.
Insgesamt wurden 54 Fahrzeuge aus der Tuning-Szene kontrolliert. Die Bilanz der Maßnahmen zeigt deutliche Verstöße: Neben 28 Straf- und Ordnungswidrigkeitenanzeigen – unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, mangelhafter Bremsanlagen und übermäßiger Lärmbelästigung – erfolgte in fünf Fällen die Sicherstellung des Kraftfahrzeugs zur Durchführung einer gutachterlichen Untersuchung.
Fokus auf Suchtmittel im Straßenverkehr
Eine weitere Schwerpunktaktion fand am 28. September 2026 statt. Hier lag das Augenmerk verstärkt auf den Auswirkungen von Drogen und Alkohol auf die Verkehrssicherheit. Mit insgesamt 20 Polizeibeamten aus Regensburg und den umliegenden Dienststellen wurden knapp 120 Verkehrsteilnehmer kontrolliert.
Die Kontrollen führten zu zahlreichen Anzeigen wegen Trunkenheits- und Drogenfahrten. Zudem wurden vier weitere Strafanzeigen wegen fehlenden Versicherungsschutzes sowie Fahrens ohne Fahrerlaubnis verzeichnet.
Radaktionstag: Sicherheit für Zweiradfahrer
Am heutigen Tag, den 7. Oktober 2026, lag der Schwerpunkt auf dem Zweiradverkehr im Regensburger Stadtgebiet. In einer engen Zusammenarbeit zwischen der Stadt Regensburg und den umliegenden Polizeidienststellen wurde ein großer Radaktionstag durchgeführt.
Im Rahmen dieser allgemeinen Verkehrskontrollen wurden 121 Personen überprüft. Dabei wurden 67 Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstellt, wobei ein besonderes Augenmerk auf sogenannten „Geisterradlern“ lag. Zudem wurden sieben Strafanzeigen erhoben.
Strategische Ausrichtung: Regensburg - Gemeinsam.Sicher.Unterwegs. 2030
Diese gezielten Kontrollaktionen sind kein Zufall, sondern Teil eines größeren Ganzen. Sie entsprechen dem neu abgestimmten Verkehrskonzept „Regensburg Gemeinsam.Sicher.Unterwegs. 2030“. Dieses Konzept verknüpft lokale Sicherheitsziele direkt mit den übergeordneten Zielen des Bayerischen Staatsministeriums unter dem Motto „Verkehrssicherheit 2030 – Bayern mobil, sicher ans Ziel“. Präventive und repressive Maßnahmen sollen die Unfallzahlen nachhaltig senken und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer im Freistaat erhöhen.
Polizeiinspektion Regensburg Süd / RNRed