Der Pöllinger Kreisverkehr bei Neumarkt sorgt seit Jahren für Probleme. Immer wieder kommt es dort zu Unfällen, auch Beschwerden von Verkehrsteilnehmern erreichen das Staatliche Bauamt. Nun soll eine neue Verkehrsführung die Situation entschärfen. Dafür müssen Autofahrer vorübergehend mit Einschränkungen rechnen.
Am Pöllinger Kreisverkehr bei Neumarkt wird die Verkehrsführung geändert. Ab Donnerstag, 15. Oktober, steht Autofahrern auf der Bundesstraße 8 aus Richtung Postbauer-Heng nur noch ein Fahrstreifen für die Einfahrt in den Kreisverkehr zur Verfügung. Das Staatliche Bauamt Regensburg reagiert damit auf wiederholte Unfälle an dem stark befahrenen Verkehrsknotenpunkt.
Bislang können Fahrzeuge aus dieser Richtung auf zwei Fahrstreifen in den Kreisel einfahren. Nach Einschätzung der örtlichen Unfallkommission stellt diese Verkehrsführung ein Sicherheitsrisiko dar. In der Vergangenheit kam es dort insbesondere zu Unfällen zwischen Fahrzeugen, die in gleicher Richtung unterwegs waren.
Weniger Spurwechsel, mehr Sicherheit
Die neue Fahrbahnmarkierung soll verhindern, dass Fahrzeuge unmittelbar vor dem Kreisverkehr noch die Spur wechseln. Dazu wird auf dem bislang äußeren Zufahrtsstreifen eine Sperrfläche markiert. Gleichzeitig vergrößert sich der Abstand zwischen der Einfahrt der B8 und der Einmündung der Pöllinger Hauptstraße.
Dadurch sollen Autofahrer, die aus Pölling kommen, mehr Zeit haben, auf den Verkehr zu reagieren. Auch der Verkehrsfluss innerhalb des Kreisverkehrs soll sich verbessern.
Die Unfallkommission hatte die Änderung bereits 2025 als Sofortmaßnahme beschlossen. An der Entscheidung waren Polizei, Verkehrsbehörde und Straßenbaulastträger beteiligt.
Halbseitige Sperrung für die Markierungsarbeiten
Für die Arbeiten am 15. Oktober ist eine etwa dreistündige halbseitige Sperrung vorgesehen. Bei ungünstiger Witterung kann sich der Termin kurzfristig verschieben.
Mit der neuen Regelung entfällt die Möglichkeit, auf der B8-Zufahrt unmittelbar vor dem Kreisel zu überholen. Die Unfallkommission will anschließend beobachten, wie sich die Änderung auf das Unfallgeschehen auswirkt. Falls erforderlich, sollen weitere Maßnahmen folgen.
Staatliches Bauamt Regensburg / RNRed