Von der Hüftreifungsstörung bei Neugeborenen bis zur Wirbelsäulenverkrümmung bei Jugendlichen: Zwei Kliniken in Regensburg und Bad Abbach bündeln ihre Expertise in einem gemeinsamen Kinderzentrum. Die fachliche Leitung übernimmt der erfahrene Kinderorthopäde PD Dr. Oliver Loose.
Mit der Gründung des Muskuloskelettalen Kinderzentrums Regensburg wollen das Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg – KUNO Klinik St. Hedwig und die Klinik für Orthopädie der Universität Regensburg am Asklepios Klinikum Bad Abbach die orthopädische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Ostbayern entscheidend voranbringen. Für die Leitung des neuen, standortübergreifenden kinderorthopädischen Leuchtturmprojekts konnte der erfahrene Kinderorthopäde PD Dr. Oliver Loose vom renommierten Olgahospital Stuttgart gewonnen werden
Kinderorthopädie in Regensburg und Bad Abbach
Ob eine Hüftreifungsstörung beim Neugeborenen, eine angeborene Fußfehlstellung oder eine sich in der Pubertät entwickelnde Wirbelsäulenverkrümmung: Gerade bei Kindern und Jugendlichen lohnt es sich, besonders sorgfältig hinzusehen. Denn werden Fehlentwicklungen rechtzeitig erkannt und nach neuesten Erkenntnissen behandelt, können chronische Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder aufwendige Operationen im Erwachsenenalter vermieden werden. Der Leiter des Operativen Kinderzentrums (OKIZ) an der Regensburger Hedwigsklinik, Prof. Dr. Dr. Maximilian Stehr, und der Lehrstuhlinhaber und Ärztliche Direktor der Regensburger Universitätsorthopädie in Bad Abbach, Prof. Dr. Tobias Renkawitz, sind sich einig: „Wir sehen täglich, wie entscheidend eine fachlich fundierte Diagnose und die entsprechend ausgerichtete Therapie für die Entwicklung junger Menschen sein können. Hier werden im wahrsten Wortsinn Weichen für das spätere Leben gestellt.“
An beiden Standorten bestehen seit vielen Jahren ausgewiesene Fachbereiche für Kinderorthopädie. Seit dem Amtsantritt der beiden neuen Chefärzte ist an beiden Häusern ein spürbarer Aufschwung zu verzeichnen.
„Moderne Medizin funktioniert heute standortübergreifend. Dabei ergänzen sich die universitäre Orthopädie in Bad Abbach und das Operative Kinderzentrum an der Hedwigsklinik optimal. Beide Standorte verfügen über eine bestmögliche Ausstattung für unterschiedliche Versorgungsschwerpunkte in der Kinderorthopädie“, erläutert Prof. Renkawitz den Hintergrund der gemeinsamen Initiative.
Gemeinsames Kinderzentrum für Ostbayern
Dazu haben die Regensburger Hedwigsklinik und das Asklepios Klinikum Bad Abbach Ende September eine zukunftsweisende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet: Die Kinderorthopäden beider Häuser werden künftig standortübergreifend in einem gemeinsamen Muskuloskelettalen Kinderzentrum eng zusammenarbeiten.
Für die Familien bedeutet das konkret: An den beiden Standorten in Regensburg und Bad Abbach finden kinderorthopädische Sprechstunden statt. Beim Ersttermin wird besprochen, wo die jungen Patientinnen und Patienten am besten weiterbehandelt werden. Damit steht Kindern und Jugendlichen in Ostbayern – und weit darüber hinaus – erstmals in dieser Form ein hoch spezialisiertes kinderorthopädisches Versorgungsnetz zur Verfügung, das von der Diagnose einfacher Auffälligkeiten bis hin zur Behandlung seltener und komplexer Erkrankungen reicht.
PD Dr. Oliver Loose übernimmt die fachliche Leitung
Für die fachliche Leitung konnte mit PD Dr. Oliver Loose ein erfahrener Kinderorthopäde gewonnen werden. Er kommt vom renommierten Olgahospital Stuttgart, einer der größten kinderorthopädischen Abteilungen Deutschlands. Von den Vorzügen des neuen Konzepts ist er überzeugt: „Indem wir das Wissen und die Erfahrung unserer Teams an beiden Standorten bündeln, können wir die kinderorthopädische Versorgung weiter verbessern, Familien noch gezielter unterstützen und unsere Expertise in den verschiedenen Behandlungsschwerpunkten weiter vertiefen. So werden wir künftig noch mehr Kindern und Jugendlichen eine individuell abgestimmte und bestmögliche Behandlung ermöglichen.“
Dies gilt sowohl für den nicht-operativen als auch für den operativen Bereich. Der Kinderorthopäde Loose wird dazu an beiden Standorten tätig sein und die jeweiligen Kompetenzen und Strukturen optimal miteinander verknüpfen – zum Wohle der kleinen Patientinnen und Patienten. Durch die Integration in die KUNO Kinderklinik St. Hedwig ist auch die Behandlung komplexer Fälle mit pädiatrischen Begleiterkrankungen sichergestellt – vom Säugling bis zum Jugendlichen.
Fachübergreifende Zusammenarbeit für eine ganzheitliche Behandlung
„Bei uns stehen die Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt! Unser Ziel ist eine Behandlung, die medizinisch sinnvoll und dabei möglichst schonend ist. Als Kinderorthopäde ist es wichtig, immer Wachstum und Entwicklung unserer Patientinnen und Patienten in die Behandlung mit einzubeziehen“, führt Loose aus und betont dabei auch die enge fach- und berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit des kinderorthopädischen Teams mit den anderen Abteilungen der KUNO Klinik St. Hedwig.
Die Verantwortlichen dort sind von der Stärke dieser innovativen, stark auf Vernetzung setzenden Organisationsmodelle überzeugt: Bereits seit Herbst 2025 arbeiten im OKIZ die Kinder- und Jugendorthopädie, die Kinder- und Jugendchirurgie sowie die Kinder- und Jugendurologie eng zusammen. Durch die Anbindung an das Medizinische Kinderzentrum (MEDIKIZ) und seine pädiatrischen Fachabteilungen sowie eine eigene Klinik für Kinderanästhesie kann weitere kinder- und jugendmedizinische Expertise einbezogen werden.
Ein wichtiger Bestandteil des Netzwerks ist das KUNO-Kindernotfallzentrum: Hier steht rund um die Uhr ein speziell ausgebildetes Team für die akutmedizinische Versorgung bereit. Es gewährleistet nicht nur eine optimale Erstversorgung, sondern auch, dass die Kinder und Jugendlichen bei Bedarf und ohne belastende Verlegungen weiterbehandelt werden können.
Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg / RNRed