Die Krankenhausreform und steigender Kostendruck stellen die Kliniken in Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach vor große Herausforderungen. Stadt und Landkreis suchen deshalb gemeinsam nach Lösungen. Erste Gespräche laufen bereits seit August. Was die Verantwortlichen erreichen wollen, steht fest.
Die Kliniken der Stadt Amberg und des Landkreises Amberg-Sulzbach wollen künftig enger zusammenarbeiten. Vertreter der Klinikleitungen und Aufsichtsgremien haben dazu bereits im August Gespräche aufgenommen. Ziel ist es, die medizinische Versorgung in der Region langfristig zu sichern und gleichzeitig die wirtschaftliche Situation der bestehenden Krankenhausstandorte zu verbessern. Das geht aus einer gemeinsamen Mitteilung der Kommunalunternehmen Klinikum St. Marien Amberg und Krankenhäuser Landkreis Amberg-Sulzbach vom 12. Oktober 2026 hervor.
Krankenhausreform erhöht den Handlungsdruck
Hintergrund der Gespräche ist die anstehende Krankenhausreform. Sie wird nach Angaben der Kliniken in den kommenden Jahren die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für deren medizinische Leistungsangebote erheblich verändern. Hinzu kommt der seit Jahren bestehende Kostendruck. Dieser wird sich laut der gemeinsamen Mitteilung durch das vor Kurzem in Kraft getretene GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ab 2027 nochmals erheblich verschärfen.
Die Verantwortlichen der Krankenhäuser und ihrer kommunalen Träger wollen deshalb gemeinsam Konzepte und Strukturen entwickeln, mit denen die stationäre Gesundheitsversorgung in der Region dauerhaft und wohnortnah aufrechterhalten werden kann.
Medizinische Versorgung langfristig sichern
Im Mittelpunkt der Gespräche steht die Frage, wie sich die Krankenhausstrukturen in Amberg und im Landkreis Amberg-Sulzbach mittel- und langfristig weiterentwickeln lassen.
Dabei soll der Bevölkerung auch künftig ein möglichst umfassendes medizinisches Leistungsangebot zur Verfügung stehen. Das betrifft sowohl die Grund- und Regelversorgung als auch die Schwerpunktversorgung.
Neben der Sicherung der Patientenversorgung verfolgen die Verantwortlichen ein weiteres Ziel: Durch eine abgestimmte Entwicklung der Krankenhausstrukturen soll die Wirtschaftlichkeit der medizinischen Leistungen nachhaltig verbessert werden. Dadurch sollen auch die kommunalen Träger der Kliniken dauerhaft finanziell entlastet werden.
Gemeinsames Konzept in den kommenden Monaten
Landrat Richard Reisinger und Ambergs Oberbürgermeister Michael Fritz zeigen sich zuversichtlich, dass in den kommenden Monaten ein gemeinsames Konzept abgestimmt werden kann. Welche konkreten Maßnahmen eine engere Zusammenarbeit umfassen könnte, geht aus der gemeinsamen Mitteilung bislang nicht hervor.
Stadt Amberg / RNRed