Eine Explosion hat in der Nacht zum Mittwoch ein mehrstöckiges Wohnhaus in der Regensburger Von-Reiner-Straße schwer beschädigt. Trümmer flogen bis zum gegenüberliegenden Gebäude, Flammen griffen bis in den Dachstuhl. Die Feuerwehr verhinderte eine weitere Brandausbreitung. Die Ursache ist noch unklar.
Heute Nacht um 3:54 Uhr wurde die Feuerwehr Regensburg zu einer Explosion in einem mehrstöckigen Wohngebäude in der Von-Reiner-Straße alarmiert.
Der ersteintreffende Inspektionsdienst konnte die Lage bei Eintreffen an der Einsatzstelle bestätigen. Die Straßenseite eines viergeschossigen Wohnhauses war über zwei Etagen komplett zerstört. Trümmer lagen bis zum gegenüberliegenden Haus. Ein massives Brandgeschehen drang bis in den Dachstuhl. Auf der Gebäuderückseite bot sich das gleiche Bild. Einsatzkräfte von Polizei und Rettungsdienst hatten bereits mit einer Sichtung der auf der Straße stehenden Menschen und einer Räumung der angrenzenden Gebäude begonnen. Aufgrund der Lage wurde umgehend eine Alarmstufenerhöhung auf Brand 5 und einen Massenanfall von Verletzten (MANV 10-15) veranlasst.
Feuerwehr verhindert Ausbreitung des Brandes
Die Brandbekämpfung wurde in zwei Einsatzabschnitten von beiden Gebäudeseiten her von außen eingeleitet. Hierzu kamen mehrere B- und C-Rohre sowie zunächst zwei Drehleitern zum Einsatz. Aufgrund der Einsturzgefahr konnte keine Absuche in den noch intakten Wohnungen oder eine Brandbekämpfung im Innenangriff durchgeführt werden. Eine Ausbreitung auf den gesamten Dachstuhl und die Wohneinheiten des Nachbarhauses konnte durch den massiven Löschangriff aber verhindert werden. Dies bestätigte der Einsatz einer Drohne sowie einer dritten Drehleiter, mittels welcher der Dachstuhlübergang von außen geöffnet worden war.
Bewohner können vorerst nicht zurückkehren
Alle drei betroffenen Hausnummern des Reihen-Mehrfamilienkomplexes wurden durch den Energieversorger von der Strom-, Gas- und Wasserzufuhr getrennt. Die betroffenen Bewohner, die in einer Betreuungsstelle im angrenzenden Antoniushaus gesammelt wurden, können vorerst nicht zurückkehren. In Abstimmung mit dem städtischen Sozialamt werden Unterkünfte organisiert.
Zahl der Verletzten noch unklar
Im Laufe des Einsatzes konnte eine einstellige Zahl von Verletzten bestätigt werden. Ob es in den direkt betroffenen Wohneinheiten zu einem Personenschaden gekommen ist, kann derzeit noch nicht bestätigt oder verneint werden. Um zumindest die nicht betroffenen Wohnungen betreten und die Nachbarschaft vor einem möglichen Einsturz zu schützen, ist derzeit das Technische Hilfswerk mit umfangreichen Abstützungsmaßnahmen beschäftigt. Hierzu werden auch überörtliche Kräfte herangeführt, diese Arbeiten werden noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen.
Ursache der Explosion noch unbekannt
Die Feuerwehr ist aktuell noch mit zwei Löschfahrzeugen und zwei Drehleitern vor Ort. Auch der Rettungsdienst sichert die weiteren Maßnahmen ab. Die restliche Einsatzdauer ist ungewiss, auch zu den Ursachen der Explosion und der Schadenshöhe kann die Feuerwehr keine Aussage treffen. Neben der Berufsfeuerwehr Regensburg waren bzw. sind die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Burgweinting, Harting sowie die Löschzüge Altstadt inklusive der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung, Keilberg (Drohne) und Weichs eingesetzt. Auch Stadtbrandrat Markus Weinbeck unterstützt vor Ort durch die Übernahme einer Abschnittsleitung.
Die Drehleiter der FF Lappersdorf, die Löschzüge Wutzlhofen und Graß sowie hauptamtliches Personal besetzten die Hauptwache. Die Einsatzkräfte an der Einsatzstelle wurden teilweise bereits abgelöst oder aus dem Einsatz entlassen. Weitere Details zum Einsatzverlauf und zu eingesetzten Kräften können noch nicht genannt werden.
Einsatzleitung: Christoph Tresch (bis 8:15 Uhr) / Christoph Wein (seit 8:15 Uhr); Inspektionsdienste
Pressebericht: Christoph Tresch, Stand der Pressemitteilung: 28. Oktober, 9:00 Uhr
Amt für Brand- und Katastrophenschutz / RNRed