Defekte Elektrogeräte, kaputte Kleidung oder beschädigte Möbel müssen nicht gleich im Müll landen. 16 Reparaturcafés und Initiativen aus Stadt und Landkreis Regensburg wollen ihre Zusammenarbeit stärken. Bei einem Netzwerktreffen im Landratsamt ging es um gemeinsame Projekte und neue Ideen.
Regensburg (RL). 36 Ehrenamtliche aus 16 Reparaturcafés und Reparaturinitiativen im Landkreis und in der Stadt Regensburg trafen sich zum Netzwerktreffen im Landratsamt. Im Mittelpunkt standen die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, der Wissensaustausch und die Europäische Woche der Abfallvermeidung.
Ob Elektrogerät, Kleidungsstück oder Holzarbeit: In den Reparaturcafés im Landkreis Regensburg helfen Ehrenamtliche Bürgerinnen und Bürgern dabei, defekte Gegenstände wieder instand zu setzen. Bei Kaffee und Kuchen kommen Menschen zusammen, geben Wissen weiter und setzen ein Zeichen für Abfallvermeidung. Wie sich die Initiativen künftig noch besser unterstützen können, war Thema eines Netzwerktreffens am 27. Oktober im Landratsamt Regensburg.
Reparaturcafés aus Stadt und Landkreis vernetzen sich
An dem Treffen nahmen Initiativen aus dem Landkreis und dem Stadtgebiet Regensburg teil. Die Initiative für Reparatur und Abfallvermeidung endet nicht an der Stadtgrenze: Vertreterinnen und Vertreter aus dem Stadtgebiet Regensburg sind bei den Netzwerktreffen ebenfalls herzlich willkommen. So konnten drei Engagierte aus dem neu gegründeten Reparaturcafé Burgweinting sowie Vertreter des Re:parat-Ressourcenzentrums und des Reparaturbusses aus dem Stadtgebiet begrüßt werden. Die Freiwilligenagentur organisierte und bereitete das Treffen vor. Ihre Leiterin Gaby von Rhein übernahm auch die Moderation.
Landrätin Tanja Schweiger betont: „Die Reparaturcafés leisten einen wertvollen Beitrag zur Abfallvermeidung und zum nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen. Sie zeigen, dass sich viele Gegenstände reparieren lassen, statt sie wegzuwerfen. Gleichzeitig bringen sie Menschen zusammen und fördern den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Dieses ehrenamtliche Engagement ist für unseren Landkreis von großer Bedeutung. Dieses ehrenamtliche Engagement ist für unseren Landkreis von großer Bedeutung. Deshalb unterstützen wir die Initiativen mit unserer Freiwilligenagentur und der Abfallwirtschaft“.
Gemeinsame Internetseite und Austausch von Werkzeugen
Nach der Begrüßung stellten sich neue Initiativen vor. Engagierte aus Mötzing und Burgweinting berichteten, was sie zur Gründung eines Reparaturcafés bewogen hat. Gaby von Rhein warb außerdem für das Netzwerk und die gemeinsame Internetseite reparaturcafes-regensburg.de. Dort sind derzeit die Initiativen aufgeführt, die sich an den Kosten der Homepage beteiligen. Wenn weitere Initiativen dazukommen, könnten die Kosten im kommenden Jahr auf weniger als zehn Euro pro Initiative sinken. Auch weitere Vorteile der Nutzung der Homepage und der angeschlossenen Verwaltungssoftware wurden angesprochen.
Ein weiterer Vorschlag war eine gemeinsame Übersicht über Werkzeuge, Materialien und Fähigkeiten der Engagierten. So könnten Reparaturcafés einander unterstützen, wenn vor Ort bestimmte Kenntnisse oder notwendige Ausrüstung fehlen. Auch die Frage, ob Gegenstände von Wertstoffhöfen an Reparaturcafés weitergegeben werden können, wurde diskutiert.
Reparaturcafés beteiligen sich an der Abfallvermeidungswoche
Das Sachgebiet Abfallwirtschaft des Landratsamtes hat bereits Plakate gestaltet, deren Finanzierung die Freiwilligenagentur übernommen hat. Die Plakate hängen auf den Wertstoffhöfen und weisen auf die örtlichen Initiativen hin. Gemeinsam mit den Reparaturcafés beteiligt sich das Sachgebiet außerdem an der Europäischen Woche der Abfallvermeidung.
Für Aktionen am 21. November unterstützt sie die Initiativen bei der Planung und Koordination und stellt Roll-ups sowie nachhaltige Werbeartikel bereit. Die Angebote vor Ort sind vielfältig: In Wenzenbach ist eine Aktion geplant; andernorts sollen unter anderem Rätsel und Geschicklichkeitsspiele auf Abfallvermeidung aufmerksam machen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Arbeit der Reparaturcafés und die Möglichkeit, Gebrauchtes länger zu nutzen.
Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten die Ehrenamtlichen bei einer kleinen Stärkung die Gelegenheit, sich näher kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.
Landkreis Regensburg / RNRed