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In der Regensburger KZ-Außenstelle des Lagers Flossenbürg, findet am 18.03.2012, um 11 Uhr eine Veranstaltung statt, welche die Existenz des Außenlagers in das Bewusstsein der Regensburger Bürgerinnen und Bürger zurückrufen möchte.

Noch in den letzten Kriegstagen wurden Häftlinge aus dem Hauptlager Flossenbürg in das Außenlager Regensburg überstellt, unter anderem um Aufräumarbeiten nach Fliegerangriffen zu tätigen. Am 23. April 1945 wurden die noch überlebenden Häftlinge aus dem Lager evakuiert und in Richtung Laufen bzw. Berg getrieben. Auf diesem sogenannten Todesmarsch verloren weitere Häftlinge ihr Leben. Wer genau hinsieht, entdeckt sie auch, die Gedenktafel am Gebäude des Gasthauses COLOSSEUM.








Sie trägt die folgende Inschrift:

STADTAMHOF 5

IM RÜCKGEBÄUDE DES EHEMALIGEN GAST-
HAUSES COLOSSEUM WAREN IN DEN LETZTEN
WOCHEN DER NATIONALSOZIALISTISCHEN
DIKTATUR, VOM 19. MÄRZ BIS ZUM 23. APRIL
1945, HÄFTLINGE DES KONZENTRATIONS-
LAGERS FLOSSENBÜRG UNTERGEBRACHT.
VOR DEM HAUS MUSSTEN DIE HÄFTLINGE,
DURCH UNTERERNÄHRUNG UND DEMÜTIGUN-
GEN GESCHWÄCHT, ZUM APPELL ANTRETEN.

Wahrscheinlich wissen heute nur wenige Regensburger darüber, dass noch in den letzten Kriegswochen hier in Regensburg eine Außenstelle des KZ Flossenbürg eingerichtet wurde, wo 399 Häftlinge in der Zeit vom bis zum 23. April untergebracht waren. Die Inhaftierten mussten täglich rund zwölf Stunden bei der Behebung von Fliegerschäden helfen. Wieviele Inhaftierte in Regensburg ums Leben kamen, ist bis heute nicht endgültig geklärt worden.

Am 23.04.1945 musste das Außenlager fluchtartig geräumt werden. Lediglich 28 schwerkranke sowie ein toter Häftling wurden zurückgelassen. Die Häftlinge, die noch in der Lage waren, zu gehen, wurden in Richtung Westen getrieben. Zielort soll für die zwei Häftlingskolonnen einmal ein Ort namens Berg gewesen sein. Die andere Kolonne erreichte Laufen/Leobendorf. Einigen wenigen Häftlingen gelang auf diesem Todesmarsch die Flucht. Doch viele der Gefangenen, die auf dem langen Weg Anzeichen von Schwäche zeigten, wurden von den Aufsehern erschossen.

Diskussionsrunde zum Gedenken an Todesmarsch

Am 18.03.2012 um 11 Uhr soll im Rahmen einer Informations- und Diskussionsveranstaltung im Ristorante Colosseum Pizzeria in Stadtamhof 5 über das Außenlager informiert sowie an den Todesmarsch erinnert werden.

Vortragender wird Dr. Hans Simon-Pelanda, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft ehemaliges KZ Flossenbürg sein. Moderiert wird die Veranstaltung von Frau Helga Hanusa.

Der Vortragsabend wird veranstaltet von:
Initiative keine Bedienung für Nazis, SJD-Die Falken, Regensburger Soziale Initiativen  und Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes.

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