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Am 24. und 25. September kamen Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft an der Regensbuger Hochschule zusammen, um über die Energiewende sowie den notwendigen Netzausbau zu beraten und zu diskutieren. Der Tenor der veranstaltung lautete dabei: Energierevolution statt Wende.

Die Hochschule Regensburg (HS.R) und die IHK für Oberpfalz und Kelheim hatte zu einem "Energiekongress" geladen. Wirtschaft, Politik und Wissenschaft kamen hierbei zusammen und tauschten sich über die politischen und technischen Aspekte der Energiewende aus.  Insgesamt zählte die zweitägige Veranstaltung 130 Teilnehmer.

Energiewende? Von wegen -  Eher eine Revolution!

"Wir stehen vor einer riesigen wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Herausforderung", machte Roger Kohlmann, der Hauptgeschäftsführer und Geschäftsbereichsleiter Energienetze und Regulierung beim BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, in seinem Eröffnungsvortrag auf der Veranstaltung deutlich.

Den Begriff der Wende nannte er verharmlosend. "Revolution" treffe den Kern eher, so Kohlmann. "Es geht um den Umbau der ganzen Branche." Kohlmann forderte angesichts der exponentiellen Steigerung der erneuerbaren Energien Investitionen in die Erforschung und Entwicklung sämtlicher Speicheroptionen und ein Bewusstsein dafür, dass die Energiewende im Verteilnetz stattfinde und für notwendige zusätzliche Leitungen Milliardenbeträge notwendig seien.

Mehr Zusammenarbeit innerhalb des Bundes notwendig

Prof. Dr.-Ing. Oliver Brückl, Gründer der School of Energy and Resources an der HS.R, appellierte an die Elektrizitätswirtschaft, sich den veränderten Voraussetzungen zu stellen und neue Schwerpunkte zu setzen. Dr. Heinrich Gartmair, Senior Expert der TenneT TSO GmbH, wetterte gegen die Alleingänge der Bundesländer in Sachen Energiewende. Es gelte die Energiekonzepte von Bund und Ländern gegenseitig abzustimmen, so Dr. Gartmair. Schließlich sei mehr notwendig als "Straße auf, Kupfer rein". So genannte Smart Grids böten intelligente Steuerungsmöglichkeiten im Stromnetz.

Weiß die Politik, was sie mit der Energiewende losgetreten hat?

In der Podiumsdiskussion rangen Wissenschaftler und Praktiker mit Vertretern der Politik um energiepolitische Rahmenbedingungen für verfügbare, bezahlbare und sichere Energie. Moderator Martin Gottschalk, TVA Ostbayern, beschrieb die Stimmung als verkatert: "Erst jetzt wird uns bewusst, was Energiewende bedeutet." Energiewirtschaft müsse ausbaden, was die Politik entschieden hätte. Statt des gesamtgesellschaftlich geforderten Konsenses herrschten Partikularinteressen. Dr. Egon Leo Westphal, Vorstandsmitglied der Bayernwerk AG, nannte die Energiewende gar ein schlecht gemanagtes Projekt.

Wie viel Energie brauchen wir denn noch?

Zwar verwies Franz Löffler, Bezirkstagspräsident der Oberpfalz und Landrat des Landkreises Cham, stolz auf mehr als 50 Prozent erneuerbare Energie im Landkreis Cham, doch hinterfragten Bürger mehr und mehr: "Wie viel Energie brauchen wir eigentlich?" Zumal dann, wenn Einspeisevergütung bezahlt, der Strom aber wegen Netzüberlastung zum Nulltarif ins Ausland geschickt wird. Christian Amann, Geschäftsführer Produktion und IT des Wärmetechnikunternehmens Wolf GmbH in Mainburg fürchtete um die Grenzen der Bezahlbarkeit. Annette Karl, MdL und Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für Angelegenheiten des ländlichen Raums, riet, das Projekt Energiewende analog zum europäischen Strommarkt als europäische Herausforderung zu begreifen. Tobias Reiß, MdL und Vorsitzender der Energiekommission im Bayerischen Landtag, forderte eine Grenzen überschreitende Koordinierung.

Dieser Energiekongress bot allen Beteiligten also insgesamt eine sehr gute Austauschplattform sowie viel Gelegenheit für mögliche neue Kooperationen.

Insgesamt 130 Teilnehmer nahmen am 1. Regensburger Energiekongress von Hochschule Regensburg (HS.R) und IHK Oberpfalz und Kelheim am HS.R-Standort in der Galgenbergstraße teil. Foto: Hochschule Regensburg


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