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Da die Wohnungsnot in Regensburg immer größer wird, können die beiden örtlichen Frauenhäuser ? das Autonome Frauenhaus und das Frauen- und Kinderschutzhaus ? derzeit keine schutzsuchenden Mütter mehr aufnehmen. Viele von ihnen werden von Privatvermietern abgelehnt, da sie Arbeitslosengeld II beziehen.

Normalerweise nehmen die Regensburger Frauenhäuser jeden auf, der an ihre Tür klopft und um Hilfe bittet. Momentan ist das allerdings nicht mehr möglich. Noch bis 2011 zogen die untergekommenen Mütter mit ihren Kindern nach wenigen Monaten weiter in eine eigene Wohnung, jetzt allerdings werden sie von vielen Privatvermietern abgewiesen. Der Grund: Viele der Frauen erhalten Hartz-IV. Dass einige von ihnen vor gewalttätigen Ehemännern fliehen und deswegen auch ihren Job aufgeben mussten, wird außer Acht gelassen. Auch dass in solchen Fällen das Jobcenter angewiesen werden könnte, die Miete direkt zu überweisen, interessiert nicht.

Das Autonome Frauenhaus des Vereins "Frauen helfen Frauen" verfügt über zehn Zimmer, in denen momentan Mütter im Alter von 20 bis 40 Jahren leben. Ihre Kinder sind fünf Monate bis zehn Jahre alt. Das Frauenhaus nahm bis 2011 pro Jahr zwischen 50 und 60 Schutzsuchende auf ? jetzt sind es nur noch 30, denn die Verweildauer hat sich drastisch verlängert. In der Woche bekommt Diplom-Sozialpädagogin Maria Simon vom Autonomen Frauenhaus etwa zwei bis drei Anfragen für eine Unterkunft, die sie jedoch derzeit leider alle ablehnen muss.

Laut Joachim Becker von der Stadtbau GmbH, die 6.500 Wohnungen vermietet, haben Mütter, die momentan im Frauenhaus leben, oberste Priorität. Doch viele der Frauen haben aufgrund ihrer Ehemänner hohe Schulden bei der Stadtbau GmbH und darum wenig Chancen, eine Wohnung vermietet zu bekommen.

Welche Möglichkeiten bleiben Schutzsuchenden, während die Frauenhäuser belegt sind? Falls die Frau mit dem Partner in einer gemeinsamen Wohnung gelebt haben sollte, kann sie sich dank des Gewaltschutzgesetzes ein Kontakt- und Näherungsverbot gegen den Mann aussprechen lassen und sich die Wohnung zuweisen lassen. Viele Mütter fühlen sich in dieser allerdings nicht mehr sicher, weswegen Maria Simon bereits in der gesamten Oberpfalz und in Niederbayern nach freien Plätzen in den Frauenhäusern sucht.

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