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Wie sehen die Produkte und Märkte der Zukunft aus? Die IHK informiert Unternehmer über den derzeit wichtigsten Trend in der industriellen Fertigung.

"Stellen Sie sich vor ein Werkstück steuert den Prozess seiner Herstellung selbst." So schickt Johann Hofmann seine Zuhörerinnen und Zuhörer in die Zukunft. Der Leiter des Geschäftsbereichs CAM (Computer aided manufacturing) der Maschinenfabrik Reinhausen ist in Sachen Industrie 4.0 ein alter Hase. Seit 1989 steuert Hofmann die MR zur digitalen Fabrik. Heute ist das Unternehmen so weit, dass es seine Erfahrungen auf diesem Weg an andere Unternehmen weitergibt, so wie am Mittwoch auf einer gemeinsamen Veranstaltung mit der IHK. Letztere will ihre Mitglieder auf dem Laufenden halten. "Wie schauen die Produkte und Märkte von Morgen aus? Wir finden es wichtig, diese Frage immer wieder zu diskutieren," sagt IHK-Geschäftsführer Josef Beimler.

Traumfabrik
Wovon andere noch träumen, ist in der Maschinenfabrik Reinhausen (MR) im Regensburger Stadtnorden bereits Wirklichkeit. Hofmann ist der Vater des hauseigenen Manufacturing Executive Systems (MES). Das Unternehmen gehört in Sachen Digitalisierung zur Avantgarde der Betriebe in Deutschland. Zwar navigieren die Werkstücke noch nicht selbständig durch die Lieferkette, auch die fertigen Produkte wissen noch nichts über ihre zukünftige Aufgabe, aber ein entscheidender Schritt in diese Richtung ist gelungen.

Innovation aus der Domstadt
Während die Kommunikation im Unternehmen bisher zwischen den einzelnen Abteilungen und unter Beteiligung der unterschiedlichsten Datenmanagementsysteme erfolgte ? Hofmann nennt diese chaotische Struktur Spaghetti-Lösung -, sind Maschinen, Logistik, Controlling oder Vertrieb heute bei MR über eine einzige Datendrehscheibe miteinander vernetzt. Dafür holte sich das Unternehmen in diesem Jahr den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft. Rüst- und Durchlaufzeiten verkürzen sich, die Konkurrenzfähigkeit steigt. Statt sich im Chaos unzureichender Schnittstellen zu verlieren, konzentriert sich das Management bei MR heute auf Mitarbeiter und fachliche Arbeit.

Lohnt sich das?
Klingt gut, kostet aber Geld. Die betriebswirtschaftliche Rechnung machte Prof. Dr. Robert Obermaier auf. Ob es sich lohnt, in die neue Technologie zu investieren, wisse im Augenblick noch niemand. In seinem Vortrag verdeutlicht Obermaier vielmehr Grundlegendes: " Es handelt sich um keine Verbesserung des Systems, sondern um einen Technologiesprung." Ein Teil der Vorteile sei gut messbar, ein anderer Teil nicht. Entscheidend sei zunächst die Bereitschaft, ein gewohntes Paradigma zu verlassen und einen neuen Weg in der Produktion zu beschreiten.

Firma neu erfunden
Die Firma Stangl & Co in Roding hat mit Hilfe der Maschinenfabrik Reinhausen bei sich ein Manufacturing Executive System implementiert und die eigenen Firma damit neu erfunden. Unter dem Titel "Vom einfachen zum vernetzten Lohnfertiger" gab Stangl-Projektleiter Florian Dürr eine durch und durch bodenständige Erfolgsgeschichte zum Besten. Über die Schnittstellen zwischen der realen und der virtuellen Welt berichtete Robert Torscht, Ingenieur für Nachrichtentechnik bei INSYS Microelectronics in Regensburg. Torscht wies brachte eine Reihe von Beispielen. Geräte geben Bescheid, wenn sie gewartet werden wollen, Stauseen informieren über ihren Wasserstand. Er verbreitete Optimismus, was den Technologiesprung angeht, sprach jedoch auch den Aspekt der Datensicherheit an.

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