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In den vergangenen Monaten Juni und Juli hatte es die Sonne in sich. Bei Temperaturen jenseits der 35 Grad wurde die Sommerwärme schnell unangenehm. Die Folgen sind bei vielen Menschen Kreislaufprobleme, die im schlimmsten Falle sogar zum Tod führen können. Die Lage droht sich nicht zu bessern. 2015 wird zum wärmsten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Schuld daran sind wir selbst, denn der Klimawandel ist alles andere als eine Lüge.



Nahezu überall in Deutschland sieht man aktuell ein einheitliches Bild: Ächzend gehen die Menschen ihrer täglichen Beschäftigungen nach. Die Hitze lähmt sie nach und nach. Wer sich den Temperaturen ungeschützt aussetzt, muss mit gesundheitlichen Schäden rechnen, denn der gesamte Organismus reagiert negativ auf die hohen Temperaturen von bis zu 38 Grad im Schatten. Schon lange warnen Forscher vor genau dieser Situation, denn durch die Schadstoffe, die der Mensch in die Atmosphäre pumpt, entstehen großflächige Schäden an unserem natürlichen Treibhaus. Über die vergangenen Jahrzehnte wurden diese Erkenntnisse von einem großen Teil der Bevölkerung nur müde belächelt. Dabei waren die vergangenen Sommer schon gezeichnet von stetigen Temperaturrekorden.

2015 ist wieder ein Jahr der Superlativen. Der Juni war mit einer weltweiten Durchschnittstemperatur von 16,3 Grad der wärmste Monat seit 136 Jahren. Dies berichtet das nationale Klimazentrum der Vereinigten Staaten. Dem aktuellsten Bericht des Institutes zufolge ist das aktuelle Jahr zudem auf dem Weg, eine neue Temperaturbestmarke zu setzen. Rekorde sind auch im August nicht auszuschließen, wie der Deutsche Wetterdienst bestätigt: „Das ist immer möglich, aufgrund der Klimaerwärmung sogar nicht unwahrscheinlich“, so der zuständige Meteorologe Andreas Friedrich. Die Schuld für die Hitze auf einzelne Wetterphänomene zu schieben, ist laut dem Forscher ein Trugschluss: „Das kann man nicht einzelnen Wetterphänomenen erklären, da es sich hier um einen globalen Wärmerekord handelt. Laut IPCC und den darin vertretenen Wissenschaftlern, ist die Hitze zu einem großen Teil auf anthropogene Effekte, d.h. durch den Menschen verursachte Effekte zurück zu führen, z.B. den damit verbundenen Co2-Anstieg in der Atmosphäre.“

Eine Erholung der Temperaturen ist nicht in Sicht. Wie der Deutsche Wetterdienst vermeldet, werden die Temperaturen auch in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Berichte über eine mögliche „Eiszeit“, wie sie zuletzt im Internet kursierten, sind mit Vorsicht zu genießen. „Diese Aussage ist von einem einzigen Forschungsinstitut und kann durch den DWD nicht bestätigt werden.“, gibt Friedrich zu bedenken. Stattdessen müssen wir uns mehr und mehr auf schwere Unwetter gefasst machen. Ein weiterer Nebeneffekt der Klimaerwärmung ist nämlich die steigende Wahrscheinlichkeit von Wetterphänomenen: „Man kann davon ausgehen, dass in einem wärmeren Klima extremere Niederschläge bei sommerlichen Unwettern und z.B. auch stärkere Tornados auftreten können.“ Gerade letztere wurden in den vergangenen Jahren immer öfter in Mitteleuropa gesichtet.

Mensch und Tier müssen sich also ein wenig auf die Veränderung des gesamten Klimas einstellen. Beim DWD ist diese Umstellung bereits in vollem Gange. „Wir müssen entsprechende Anpassungsstrategien entwickeln. Nach dem Jahrhundertsommer 2003 hat der DWD zum Beispiel ein weltweit führendes Hitzewarnsystem entwickelt, dass vor den Gefährdungen durch Hitzewellen warnt“, so der Meteorologe. Diese Warnungen sind dann über das Internet im Browser oder in einer eigenen App einsehbar. Somit lässt sich zumindest feststellen, ob sich die aktuellen Temperaturen in einem gefährlichen Bereich befinden oder nicht.


Doch wie kann man sich am besten gegen die Hitze schützen?

„Bei den hohen Temperaturen kann es schnell zum Hitzschlag kommen“, weiß Professor Dr. Lars Maier, Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin II am Universitätsklinikum Regensburg. Deshalb sollte man direkte Sonneinstrahlung unbedingt vermeiden, lieber ein kühles Plätzchen im Schatten suchen und dort entspannen. „Vor allem sportliche Tätigkeiten sind während der Mittagshitze tabu. Von 11 bis 14 Uhr heißt es Füße still halten“, erklärt Professor Lars Maier. Hilfreich ist es auch, den Körper regelmäßig abzukühlen. „Gerade bei dieser Hitze sollte man allerdings zu schnelle Temperaturwechsel vermeiden. Auch im Hinblick auf die unzähligen Badeunfälle ist Sorgfalt gefragt“, rät Professor Lars Maier. Hilfreich ist außerdem eine Schüssel mit kaltem Wasser für die Füße.

Viel Trinken wird in den heißen Tagen natürlich besonders groß geschrieben. Zu wenig Flüssigkeit kann zu Kreislaufbeschwerden, Ohnmachtsanfällen und Herz-Rhythmusstörungen führen. Gut sind zwei bis zweieinhalb Liter mineralhaltige Getränke wie Mineralwasser oder Apfelsaftschorle. „Viel trinken spült die Nieren so richtig durch und verhindert Nierensteine.“ Die Getränke müssen nicht eisgekühlt sein, um eine optimale Erfrischung zu bieten. Im Gegenteil: „Es kostet den Körper enorm viel Energie, die Getränke im 35 Grad warmen Magen wieder aufzuwärmen“, so Professor Lars Maier.

„Tee kühlt den Körper zum Beispiel wesentlich schneller ab als eisgekühltes Cola.  Auch auf alkoholhaltige Getränke wie Bier sollte man verzichten oder zumindest in Maßen genießen und zwischendurch immer wieder Wasser trinken.“  Auch von Milch sollte man lieber die Finger lassen,

die hohe Anzahl an Proteinen wirkt sich belastend auf die Verdauung aus. Wer an Herzmuskelschwäche leidet, sollte allerdings nicht mehr als eineinhalb Liter am Tag trinken. „In solchen Fällen am besten die Tipps vom Arzt befolgen.“  Das gilt auch für ältere Menschen und Schwangere. Gerade sie haben erhöhten Flüssigkeitsbedarf, Wasser mit Salz, Natrium – und Kaliumchlorid sowie Kohlensäure eigenen sich besonders gut.

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