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Jährlich am 8. März wird der internationale Weltfrauentag gefeiert. Dieser Tag steht ganz im Zeichen der Frau und will auf internationale, gesellschaftliche Unterschiede und Missstände, wie z.B. Bildung, Misshandlung oder Kinderheirat aufmerksam machen. Wie kam es zur Einführung dieses Tages und wie wird er praktiziert? 

Entstanden ist der Tag bereits Anfang des 20. Jahrhunderts, als sich 1910 Clara Zetkin für die Einführung des internationalen Frauentags starkmachte, auf welchen sie durch die USA aufmerksam wurde, die einen solchen Tag bereits 1909 einführten. 1911 setzte er sich in Deutschland, Österreich- Ungarn, der Schweiz und Dänemark durch, auf welchen 1918 sogar das Wahlrecht für Frauen ab einem Alter von 20 Jahren folgte. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde er verboten, danach aber wieder in der DDR eingeführt. Die BRD folgte erst in den 60er Jahren, als die neue Frauenbewegung aufkam. 1977 wurde der internationale Frauentag von der UN- Generalversammlung anerkannt und ist bis heute Bestandteil unserer Gesellschaft.

Im Gegensatz zu Anfang des 20. Jahrhunderts sind in unserem Kulturkreis, anders als in vielen anderen Teilen der Erde, schon deutliche Verbesserungen der Situation der Frauen bemerkbar. Unterschiede sind jedoch auch in unserer heutigen Gesellschaft noch erkennbar. Weniger Bezahlung oder eine kleinere Anzahl an weiblichen Führungskräften sind nur zwei Aspekte, die die unterschiedliche Behandlung der Frauen im Gegensatz zu den Männern deutlich machen. In diesem Jahre widmet sich der Weltfrauentag der wirtschaftlichen Emanzipation der Frauen, um gleiche Arbeitschancen für beide Geschlechter zu ermöglichen.

Spezielle Bräuche für diesen Tag existieren nicht, jedoch schenkt in vielen Betrieben der Chef an diesem Tag allen seinen weiblichen Mitarbeitern eine Blume. Auch Großmütter, Mütter und Schwestern werden an diesem Tag häufig von ihren männlichen Familienmitgliedern geehrt, indem sie sie mit einer Blume beschenken. Darüber hinaus werden auch in der Straße Rosen an Frauen verteilt.

Kritik kommt von Frauenrechtlerinnen, die der Meinung sind, es würde keine Emanzipation bestehen, solange dieser Tag existiert.  Auch der Versuch der Kommerzialisierung des Tages, ähnlich wie die des Valentinstags, wird häufig negativ betrachtet, da der eigentliche Grund des Tages, nämlich das Aufmerksam machen auf Missstände und Unterschiede zwischen Mann und Frau, nicht mehr im Fokus wäre.

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