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Bei anhaltend hohen Temperaturen steigt auch die Ozonkonzentration in der Luft. „Das schädliche Gas kann bei empfindlichen Menschen die Augen reizen, Hustenanfälle auslösen oder Kopfschmerzen verursachen“, sagt Dr. Ursula Marschall. Die leitende Medizinerin bei der BARMER empfiehlt deshalb insbesondere älteren Menschen und chronisch Kranken bei hohen Ozonwerten körperliche Anstrengungen zu reduzieren.

Wie empfindlich Menschen auf Ozon reagieren, ist individuell sehr unterschiedlich. Etwa zehn bis 15 Prozent der Bevölkerung gelten als besonders sensibel. Bei ihnen können bereits vermeintlich geringe Konzentrationen zu Beschwerden führen. „Betroffen sind vor allem Personen mit bereits bestehenden Lungen- und Herzkreislauferkrankungen, Kinder und ältere Menschen. Ihnen raten sowohl Mediziner als auch die Bundes- und Landesumweltbehörden, ab einer Ozonkonzentration von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, körperliche Belastungen im Freien zu vermeiden“, so Marschall. Konkret bedeute das, schweißtreibende Aktivitäten wie beispielsweise Sport oder Gartenarbeit in die frühen Morgenstunden zu verlegen, weil dann die Ozonbelastung niedriger sei.

Sobald die Ozonkonzentration den Schwellenwert von 240 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft übersteigt, rufen die Behörden den sogenannten Ozonalarm aus. Diese Werte können einerseits die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit mindern sowie andererseits die Zahl der Asthmaanfälle steigen lassen. Zwar habe die Anzahl der Tage mit so hoher Ozonbelastung seit Anfang der 90er Jahre unter anderem durch die Einführung von Katalysatoren bei Fahrzeugen und damit einer Verringerung der Abgase grundsätzlich abgenommen. Dennoch rät Marschall vor allem während einer mehrtägigen Hitzeperiode, die Ozonwerte im Auge zu behalten und mögliche Überanstrengungen zu vermeiden.

Die aktuellen Ozonwerte sowie Prognosen für die kommenden Tage veröffentlicht das Umweltbundesamt im Internet.

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