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Zum 100-jährigen Bestehen des Freistaates, eröffnet nächstes Jahr das Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg. Auch die Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz trägt ihren Teil dazu bei. 



Im Bildungszentrum in Cham arbeiteten 31 Fachoberschul-Praktikanten an einem ganz besonderen Ausstellungsstück – einem Modell der Mondrakete des legendären bayerischen Komikers Karl Valentin. Sein Theaterstück „Der Flug zum Mond im Raketenflugzeug“, damals angepriesen als technische Bühnenneuheit, wurde 1928 in München uraufgeführt. Seither ist es Kult und wird künftig als Teil der Dauerausstellung im Museum gewürdigt. Besucher können sich, wie damals Karl Valentin und seine Partnerin Liesl Karlstadt, in das Flugzeugmodell begeben und die Originalkulisse nachstellen. Vor wenigen Tagen wurde das Modell fertig gestellt. Lediglich Lackierung und Bordamaturen fehlen noch.

Planung und Fertigung im Dialog mit den Schülern

Die FOS-Praktikanten hatten in den letzten Monaten einige Herausforderungen zu meistern. Unterstützt und angeleitet haben sie dabei die Schreiner-Ausbilder Peter Zimmermann und Martin Schumann sowie Metall-Ausbilder Horst Rettinger. „Uns war wichtig, alles im Dialog mit den Schülern zu erarbeiten“, betonte Ausbilder Peter Zimmermann. So begannen sie im Februar zunächst mit den ersten Entwurfszeichnungen und Überlegungen zur Organisation. Dabei ging es etwa um die bestmögliche Optik des Modells, das geeignete Material, Sicherheitsaspekte und die richtigen Proportionen. Aus diesen Planungen entstand schließlich eine finale Arbeitsskizze. Mit diversen handwerklichen Tätigkeiten wie CNC-Fräsen, Bohren, Drehen oder Schweißen erfolgte die Umsetzung zunächst in Form eines originalgetreuen Arbeitsmodells. Nun, zwei Monate später, steht  endlich das fertige Ausstellungsstück in der Werkstatt: Ein hölzernes Flugzeug mit kleinen, dreieckigen Tragflächen, einer Sitzbank im Inneren, metallenem Fahrgestell und Propeller.

„Das wird ein beliebtes Fotomotiv“

Die Projektkoordinatoren vom Haus der Bayerischen Geschichte Dr. Andreas Kuhn und Mariella Hosp zeigten sich bei der Abnahme begeistert. „Wir sind wahnsinnig dankbar für die Unterstützung und die Kooperation mit der Handwerkskammer“, betonte Kuhn. Das Mitmach-Modell sei eine Bereicherung für das Museum und werde sicher ein beliebtes Fotomotiv. Auch der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Toni Hinterdobler bedankte sich im Gegenzug. „Wir freuen uns, dass das Haus der Bayerischen Geschichte bei diesem Projekt sofort an uns gedacht hat“, so Hinterdobler. Das Ausstellungsstück sei perfekt geplant und ausgeführt worden, so wie das Handwerk es eben verlange.

Tausende Besucher werden Werk besichtigen

„Jetzt folgt noch das letzte Feintuning“, erklären die Ausbilder. Dabei müsse abschließend geplant werden, wie die Amaturen und die Lackierung aussehen sollen. Neben den zahlreichen Theorie- und Praxiserfahrungen, die die Fachoberschüler aus dem Praktikum in der Handwerkskammer mitnehmen, können sie sich vor allem über eines freuen: Tausende Besucher aus aller Welt werden ihr Werk ab Herbst 2018 im Museum der Bayerischen Geschichte bewundern.

 

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