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Noch immer gelten deutschlandweit strenge Regeln zum Schutz vor dem Corona-Virus. Bundeskanzlerin Angela Merkel will heute mit den Länderchefs über mögliche Lockerungen debattieren. Wie genau der Fahrplan in Deutschland für die Zeit nach dem 19. April aussehen soll, ist jedoch noch unklar. Theorien hierzu gibt es viele.

Wie geht es kommende Woche in Deutschland weiter? Werden Schulen öffnen? Dürfen Geschäfte wieder Kunden empfangen? Hat die Kontaktsperre ein Ende? Mit diesen und weiteren Fragen rund um die Maßnahmen aufgrund des Corona-Virus wird Kanzlerin Angela Merkel am Nachmittag in einer Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten konferieren. Im Vorfeld wird bereits ein gemeinsames Vorgehen der Länder gefordert – auch wenn die Theorien zur Lockerung von Beschränkungen jetzt schon auseinandergehen.

Wie sollen Schulen geöffnet werden?

Ein brennendes Thema sind die Schulschließungen. Forscher der Leopoldina Akademie der Wissenschaften fordern, die Schulen mit reduzierter Schülerzahl pro Klasse zunächst für die Grundschulen und die Sekundarstufe I zu öffnen. Wann dies geschehen soll, geben die Wissenschaftler nicht an. Das Robert Koch Institut hingegen steht einer Schulöffnung für Jüngere hingegen skeptisch gegenüber. Laut RKI-Chef Lothar Wieler sollte man zunächst mit den älteren Schülern starten, da diese den Mindestabstand eher einhalten würden. Auch Hessens Ministerpräident Volker Bouffier zeigte sich im Hinblick auf eine Öffnung von Grundschulen zurückhaltend und will zuerst mit den Abschlussklassen beginnen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder machte am Dienstagabend in den Tagesthemen deutlich, dass er ebenfalls eher die Meinung des RKI und der deutschen Lehrerverbände teilt und Grundschulen zuletzt öffnen möchte. Bei höheren Klassen ließen sich auch Schutzmaßnahmen besser organisieren. Söder distanzierte sich am Dienstagabend außerdem von den Plänen aus NRW, die Schulen nach den Osterferien schrittweise wieder zu öffnen. Söder warnte in diesem Zusammenhang von einem „Überbietungswettbewerb“ bei den Lockerungen und plädierte stattdessen für Geduld und Besonnenheit: „Wir wollen auch eine Erleichterung für die Menschen haben. Aber zu glauben, dass jetzt einfach alles wieder so ist wie vorher, ist deswegen schon eine Illusion, weil wir nach wie vor keinen Impfstoff haben. Wir haben nach wie vor keine echten Medikamente, die wirken.“  

Was passiert mit dem Einzelhandel und Restaurants?

Bei einer möglichen Öffnung des Einzelhandels mahnte Söder am Dienstagabend zur Vorsicht. Möglich sei eine Öffnung nur mit Abstandsregeln, einer Definition der Personenzahl je nach Größe des Geschäfts sowie weitere Schutzmaßnahmen wie ein „Mundschutzgebot“.

Nach Angabe der Leopoldina-Wissenschaftler sollen Einzelhandel und Gastgewerbe wieder öffnen, sobald sich die Infektionszahlen stabilisieren und Schutzmaßnahmen weiter eingehalten werden. Eine ähnliche Ansicht vertritt FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki. Er forderte eine Wiedereröffnung von Läden und Restaurants nach dem 19. April, allerdings nur unter Einhaltung der Abstandsregeln.

Gibt es bald wieder Großveranstaltungen?

Unklarheit herrscht auch beim Thema Großveranstaltung – egal ob Konzerte, Fußballspiele oder Demos. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow etwa kann sich derzeit keine Großveranstaltung vorstellen, wo Menschen eng beieinander stehen. Gerald Haug, Präsident der Leopoldina, ging in den Tagesthemen außerdem davon aus, dass es im Fußball möglicherweise für eineinhalb Jahre nur Geisterspiele geben wird. Seiner Meinung nach ende die Corona-Pandemie erst, wenn es einen Impfstoff gibt.

Ob es ein gemeinsames Vorgehen aller Bundesländer geben wird und kann, wird sich am Nachmittag klären. Genauso wie die Frage, wann genau es Lockerungen geben wird. Eine schnelle Rückkehr in die Normalität wird es jedoch nicht geben, so viel steht jetzt schon fest, denn einen Rückfall und ein ständiges Auf und Ab will und darf niemand riskieren.

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