Die Nächte werden länger und die Tage kälter. Das Weihnachtsfest markiert auf der Straße für viele den Höhepunkt ihres sozialen Ruins. Ohne Bleibe, Habe und Familie würden die ärmsten der Gesellschaft diese Zeit gerne überspringen. Damit sich das in Zukunft ändert, startet in diesem Jahr die Aktion „Straßenwunsch“. Ins Leben gerufen wurde die Aktion von der Initiative Gastfreundschaft hilft Regensburg. Die Initiative hatte sich bereits während der Zeit des ersten Lockdowns gegründet, um nach der Schließung caritativer Einrichtungen wie der Fürstlichen Notstandsküche und des Strohhalms die Versorgung der Obdachlosen in Regensburg zu sichern.
Wünsche sind öffentlich einsehbar
Für die Aktion „Straßenwunsch“ hat sich die Initiative mit der Caritas Regensburg und deren Streetworkern zusammengeschlossen. Die Streetworker verteilen Wunschzettel unter den Obdachlosen und übermitteln die Wünsche anschließend an die Initiative. Die Initiative stellt die Wünsche dann für jeden öffentlich zugänglich online und hofft darauf, dass alle Wünsche erfüllt werden. Denn nur dann können die Streetworker der Caritas den Obdachlosen zur Weihnacht auch ein Päkchen überreichen, das ihren Straßenwunsch erfüllt. Bei den Wünschen kann es sich laut Initiative um so ziemlich alles handeln: eine warme Jacke, Winterschuhe, ein gebrauchtes Handy oder ein Rucksack.
Mitmachen und mithelfen
Jeder, der mitmachen möchte, kann sich unter https://www.gastfreundschaft-hilft-regensburg.de/strassenwunsch/ einen oder mehrere Wünsche aussuchen und anschließend eine E-Mail an die Initiative (
Annahmestellen:
- Caritas, Von-Der-Tann-Str. 7 (Mo-Fr: 9-12 Uhr & Mo, Di, Do: 13.30-16 Uhr)
- Homöopathiezentrum Regensburg, Untere Bachgasse 15 (Mo-Fr: 9-18 Uhr)
- Orphée, Untere Bachgasse 8 (Mo-Fr: 14-18 Uhr, Sa 11-16)