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Was sind Abstreifer und was können diese?

Abstreifer werden zum Schutz vor Kontamination und Fremdstoffen bei hydraulischen und pneumatischen Zylindern verwendet. Indem sie den Schmutz von einfahrenden Kolbenstangen abstreifen, schützen sie das Dichtsystem vor Beschädigungen. Eine abstehende Abstreiflippe hält den Restölfilm auf der Kolbenstange zurück und schützt die Hydraulikflüssigkeit vor Kontamination. Über eine Leckagebohrung wird das Restöl bei der Einfahrbewegung in das System zurückgeführt. Thermoplastische Dichtungen haben ein Metallgehäuse und sind mittels Presspassungszugabe fest mit dem Kolben verbunden. Das Produkt von SealSupply dichtet sowohl im Betriebszustand bei der Hubbewegung der Stange als auch im Betriebsstillstand ab. Sitzt die Dichtung in einer festen Passung im Gehäuse, sorgt diese sicher vor Feuchtigkeit und Verunreinigung.


Mit dem richtigen Dichtungsmaterial zum gewünschten Ergebnis


NBR-Dichtungen (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk) sind elastisch und eignen sich für den Einsatz in einer leichtgängigen Hydraulik. TPU-Dichtungen (Thermoplastisches Polyurethan) besitzen eine hohe Verschleiß- und Extrusionsfestigkeit und werden in modernen Hydrauliksystemen am häufigsten verwendet. Dichtungen aus PTFE (Polyetrafluorethylen) besitzen geringe Reibwerte und gute Verschleißeigenschaften, daher eignen sie sich für höhere Gleitgeschwindigkeiten. Alle Dichtungsmaterialien sind gegenüber Hydraulikölen, Schmierölen auf Mineralölbasis, sowie schwer entflammbaren Hydraulikflüssigkeiten beständig.

Je nach Profilauswahl kommen Abstreifer in zahlreichen Anwendungen zum Einsatz und sind bei Baumaschinen, Förderfahrzeugen, Pressen, Ladekränen, Gießmaschinen oder Pharmazeutik u.v.a. zu finden. Dichtungen aus NBR, TPU, PTFE können in der vorgestochenen Nute leicht verbaut werden. Bei kleineren Abmessungen ist eine abschließende Kalibrierung empfehlenswert. Für Dichtungen mit Metallgehäuse wird eine offene Nutgestaltung benötigt. Abstreifer von SealSupply werden in Abhängigkeit von der Baureihe als einpressbare Dichtung oder zur Schnappmontage in Einbauräumen verbaut. Mit einer Gleitgeschwindigkeit von einem Meter pro Sekunde halten diese einer Betriebstemperatur von -60°C bis +200°C stand und sind entsprechende DIN ISO auf die Einbauräume genormt.


Fazit - Maximale Schutzwirkung in hydraulischen Systemen


Wird eine dauerhafte Dichtwirkung notwendig, die nicht vom Systemdruck aufgebaut werden kann, müssen Kompaktdichtungen verwendet werden. Diese PTFE-Dichtung, mit zusätzlich eingebautem O-Ring, wird vor das Dichtelement gespannt und gewährleisten einen ständigen Anpressdruck. Für einen optimalen Abstreifer werden je nach Anwendung zwei Arten verwendet: Einfach wirkende Dichtungen halten eine Verunreinigung von außen fern, wogegen zweifach wirkende Dichtungen den vorhandenen Restfilm abstreifen. Somit sind sie ein wichtiger Bestandteil im Dichtsystem hydraulischer Maschinen. Die Verschmutzung der Hydraulikflüssigkeit ist eine der Hauptursachen für Schäden, Fehlfunktionen und Stillstandzeiten von Hydrauliksystemen. Feste Verunreinigungen wie Rost, Späne, Sand, Gummi und Oxidationsprodukte müssen von den Hydraulikelementen ferngehalten werden. Selbst flüssige Verunreinigung mit Wasser, Schmiermitteln oder Luft gilt es zu vermeiden. Denn stark verschmutze Hydraulikflüssigkeit führt nicht nur zu erhöhtem Verschleiß und verkürzter Lebensdauer der Komponenten, sondern verursacht die meisten Betriebsstörungen in Hydrauliken. Eine sorgfältige Verschmutzungskontrolle ist das Fundament für eine störungsfreie Inbetriebnahme von hydraulischen Systemen. Je nach Einsatzgebiet des Hydrauliksystems sind unterschiedliche Verschmutzungsgrade der Hydraulikflüssigkeit zulässig.

Das Verschmutzungsniveau wird anhand der Partikelanzahl pro Volumeneinheit bestimmt. Zur steten Überwachung können Sensoren direkt in das hydraulische System eingebaut werden und liefern eine umfassende Analyse, ohne den Betrieb unterbrechen zu müssen. Fehlt eine ordnungsgemäße Wartung und Reinigung der Hydrauliksysteme, wird die Produktivität vermindert, noch lange bevor merkliche Veränderungen entstehen. Um die Effizienz und Geschwindigkeit des Hydrauliksystems zu verbessern, muss der Innendruck des Hydraulikkreises erhöht werden. Dadurch wird aber das System für interne Schäden durch Verunreinigung anfälliger. Ab einem Durchmesser von fünf Mikrometern sind Schmutzpartikel für alle Bauteile der Hydraulik problematisch. Während der Inbetriebnahme neuer Geräte oder beim Neustart von Systemen, verschleißen bewegliche Komponenten und tragen feine Oberflächenpartikel ab.

Was als eine lokale Verunreinigung beginnt, kann zusätzlichen Verschleiß verursachen und Schadstoffe im gesamten System verteilen. Schaumbildung im Hydrauliköl ist das Ergebnis einer Luftverschmutzung und beeinflusst dessen Kompressibilität. Zum Schutz vor Luftverunreinigungen muss das Hydrauliksystem vor Witterungseinflüssen geschützt gehalten werden. Hat sich die Hydraulikflüssigkeit milchweiß verfärbt, deutet dies auf eine Verunreinigung durch Wasser hin. Wasserverunreinigung im Hydrauliköl verringert die Schmierfähigkeit, führt zur Schlammbildung im System und bildet Korrosion/Oxidation an Oberflächen. Das Mischen von Hydraulikflüssigkeiten sollte vermieden werden, da jeder Hersteller die eigene Mischung von Additiven zur verbesserten Leistung und Lebensdauer produziert. Kostspieligen und zeitaufwendigen Reparaturen kann mit der richtigen Wartung und Einsatz von Materialien vorgebeugt werden.



Gastartikel
Bildquelle: bigstockphoto.com | Voy

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