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Der Wirtschaftsausschuss des Landkreises während einer Sitzung über einen Beschlussvorschlag zur Stützung der Stadtbahn.

Der Landkreis Regensburg spricht sich für eine Stärkung des Schienenverkehrs in der gesamten Region aus. Um die Aufrechterhaltung und den notwendigen Ausbau der Mobilität mit den Zielen des Umweltschutzes in Einklang zu bringen, setzt er auf die zeitnahe Einführung einer Regio-S-Bahn.

Die Möglichkeiten zur Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs in der Region standen im Mittelpunkt der Sitzung des Wirtschaftsausschusses. In diesem Zusammenhang wurden folgende Beschlüsse gefasst: Priorität habe nach wie vor die Stärkung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV), im Speziellen das vom Freistaat und den zwölf Landräten und Oberbürgermeistern aus der Region auf den Weg gebrachte Regio-S-Bahn-Konzept – auch in Teilbereichen.


Erweiterung der Stadtbahn auf Landkreis?


Des Weiteren unterstützt der Landkreis die Stadt nach wie vor bei der Umsetzung des Projektes Stadtbahn. Sicher gestellt werden müsse hier eine mögliche Erweiterung der Stadtbahn in den Landkreis, um vor allem auch Verbesserungen für die Einpendler zu erreichen. Weitere wichtige Grundlage seien die förderrechtlichen Voraussetzungen. „Ein Projekt wie die Stadtbahn macht nur dann Sinn, wenn auch die Belange der Menschen aus der Region berücksichtigt werden“, so die Landrätin. „Die Landkreisbürger dürfen nicht abgehängt werden.“


100.000 Pendler pro Tag


Der Verdichtungsraum, in dem 300.000 Menschen leben, ist eine der wachstumsstärksten Regionen Bayerns. Rund 80.000 Arbeitnehmer:innen pendeln täglich vom Landkreis in die Stadt, circa 20.000 in die Gegenrichtung. Um die Aufrechterhaltung und den notwendigen Ausbau der Mobilität mit den Zielen des Umweltschutzes in Einklang zu bringen, ist die zeitnahe Einführung einer Regio-S-Bahn von herausragender Bedeutung. Diese wird maßgeblich zur Lösung der Verkehrsprobleme in der Region beitragen. „Die ersten Maßnahmen sind erfolgreich umgesetzt“, betont Landrätin Tanja Schweiger und ergänzt: „Der Freistaat hat das vollständige Fahrplanangebot mit einer mindestens 30-minütigen Taktung und schnellen Verbindungen für die weiteren Strecken zugesagt, sobald die Schieneninfrastruktur entsprechend ausgebaut ist.“ Dieses Projekt habe dabei Priorität.


Investitionen von 500 Millionen Euro


Die Stadtbahn sei ebenfalls ein wichtiges und zukunftweisendes Projekt zur Steigerung und Verbesserung des ÖPNV für die ganze Region, erläutert Schweiger. In frühestens zehn Jahren soll ein sogenanntes Kernnetz die Haltepunkte Burgweinting, Wutzlhofen und das Universitätsklinikum sowie den Hauptbahnhof als zentralen Umsteigepunkt über ein 14,5 Kilometer langes Netz miteinander verbinden. Als Kosten werden etwa zehn Millionen Euro pro Kilometer Schiene veranschlagt, mit Gebäuden und Infrastruktur stehen 500 Millionen Euro als Investition im Raum.


Belange der Menschen miteinbeziehen


Die Landrätin stellte fest, dass die Stadtbahn ihre Wirkung nur entfalten kann, wenn sie auf die Belange der Menschen in der gesamten Region ausgerichtet ist. Nur eng aufeinander abgestimmte Planungen über die Grenzen der Gebietskörperschaften hinweg führten zu zielgerichteten Lösungen, die in einem zweiten Schritt in den Landkreis hinein weiterentwickelt werden könnten. Die Stadt werde die Erweiterungsoptionen in den Landkreis langfristig sichern und die vorläufigen End- beziehungsweise Übergabepunkte entsprechend planen und ausgestalten. „Wichtig ist uns, dass es mit der Einführung der Stadtbahn zu keiner Verschlechterung der ÖPNV-Anbindung für die Landkreisbürger kommen darf“, so die Landrätin.


Erweiterungsoptionen auf Landkreis


Unter der Überschrift Regional-Stadtbahn sind analog der Erweiterungsoption der Stadtbahn auf Stadtbahngleisen in den Landkreis die Pläne für eine Weiterführung der Stadtbahn auf den Gleisen der DB AG zusammengefasst. Bei den Stadtbahn-Planungen soll eine „Aufwärtskompatibilität“ sichergestellt werden. Das heißt unter anderem, dass die Spurbreite der Stadtbahn dem Schienennetzt der DB AG entspricht. Die Grundlagen hierfür sind im gemeinsamen Positionspapier vom Herbst des vergangenen Jahres festgehalten. Dazu hat der Kreistag im Juli 2021 die Beauftragung einer Potenzialanalyse für die Regional-Stadtbahn in Auftrag gegeben. In einem Abstimmungsgespräch zwischen der Stadt Regensburg und den Landkreisen Kelheim, Regensburg und Schwandorf wurde klar formuliert, „dass die Regio-S-Bahn erste Priorität haben müsse und die Potenzialanalyse keine Konkurrenz zum SPNV-Konzept darstellen dürfe.“


Landkreis Regensburg / RNRed
Bildquelle: Kamerafoto / sonstige | Hans-Christian Wagner

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