Zum Jahresbeginn stellt der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Regensburg die Ersthelfer-Alarmierung dauerhaft neu auf. Die bewährte App „Region der Lebensretter“ übernimmt künftig die Alarmierung und stärkt so das Netzwerk qualifizierter Ersthelfender. Ziel ist eine schnellere Hilfe im medizinischen Notfall.
Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Regensburg stellt die Ersthelfer-Alarmierung zum Jahresanfang 2026 auf neue Beine. Die in diesem Jahr bestehende Übergangslösung endet zum Jahreswechsel.
Retter-App „Region der Lebensretter“ startet zum Jahresbeginn
Ab Donnerstag, den 01. Januar 2026, übernimmt der ZRF dauerhaft Organisation und Finanzierung des Systems und setzt dabei auf die bewährte App „Region der Lebensretter“. In der Verbandsversammlung des ZRF am Dienstag, den 2. Dezember 2025, im großen Sitzungssaal des Landratsamtes Regensburg stellte Dr. med. Markus Werkmann, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Regensburg, die Neukonzeption vor. Bereits am Montag, den 5. Mai 2025, hatte das Gremium den Grundsatzbeschluss gefasst, die App-basierte Alarmierung von Ersthelfern ab Donnerstag, den 01. Januar 2026, zu übernehmen. Im Übergangsjahr 2025 wurde die App „Mobile Retter“ weiterhin vom Universitätsklinikum Regensburg betreut, die Finanzierung erfolgte bereits über den ZRF. Mit dem Jahreswechsel erfolgt nun der vollständige Umstieg: Die Alarmierung über „Mobile Retter“ endet, künftig alarmiert die Integrierte Leitstelle Regensburg direkt über die App des gemeinnützigen Vereins „Region der Lebensretter“ – das führende Ersthelfer-Netzwerk in Deutschland, das in zahlreichen bayerischen Regionen bereits erfolgreich etabliert ist. Landrätin Tanja Schweiger, Verbandsvorsitzende des ZRF: „Die Fortführung der Retter-App ist ein Gewinn für die gesamte Region. Jede Minute entscheidet im Notfall – und unsere qualifizierten Ersthelferinnen und Ersthelfer leisten hier einen unschätzbaren Beitrag. Mit dem starken Netzwerk der Region der Lebensretter schaffen wir zusätzliche Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger und unterstützen gleichzeitig das ehrenamtliche Engagement.“
Neuregistrierung notwendig
Alle aktiven Ersthelfenden müssen die neue App „Region der Lebensretter“ installieren und sich einmalig neu registrieren. Eine Datenübernahme aus dem bisherigen System ist aus Datenschutzgründen nicht möglich. Die Registrierung umfasst nur wenige Schritte und ermöglicht gleichzeitig die Aktualisierung und Digitalisierung aller Qualifikationsnachweise. Aktuell stehen rund 1.400 qualifizierte Ersthelfende im System bereit. Im vergangenen Jahr wurden sie 537 Mal alarmiert, in 389 Fällen konnten sie einen Einsatz übernehmen und wertvolle Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes überbrücken.
Qualifikationen und Teilnahme
Teilnehmen können medizinisch geschulte Ersthelfende ab achtzehn Jahren mit regelmäßiger Rezertifizierung in BLS/ALS. Dazu zählen etwa Rettungsdienstmitarbeitende, Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, Feuerwehrkräfte, Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer, Medizinische Fachangestellte, Medizinstudierende oder Polizeibeamtinnen und -beamte. Das System richtet sich bewusst an Personen mit professioneller oder vertiefter notfallmedizinischer Grundqualifikation. Zusätzliche Schulungen werden daher nicht angeboten.
ZRF beschließt Haushalt für 2026
Der Betrieb des Systems bewegt sich jährlich im unteren fünfstelligen Bereich. Die Kosten trägt der ZRF, der sich über die Verbandsumlagen seiner Mitglieder finanziert. In der Verbandsversammlung wurde des Weiteren der Haushalt für das Jahr 2026 verabschiedet. Der Verwaltungshaushalt umfasst ein Volumen von knapp 2,6 Millionen Euro. Den größten Anteil nimmt die Betriebskostenerstattung an die Stadt Regensburg für den Betrieb der Integrierten Leitstelle ein, die für die Koordination sämtlicher Rettungseinsätze in den Landkreisen Regensburg, Cham, Neumarkt in der Oberpfalz sowie der Stadt Regensburg zuständig ist. Weiter wurde zur örtlichen Prüfung der Jahresrechnung 2023 berichtet. Dabei wurde eine geordnete Kassenlage festgestellt, zudem seien Rücklagen regelmäßig zur Kassenverstärkung eingesetzt worden. Ebenso wurde die Jahresrechnung 2024 aufgestellt.
Landrätin Tanja Schweiger dankt Rettungskräften
In ihrem Schlusswort dankte Landrätin Tanja Schweiger allen, die im Rettungsdienst Verantwortung tragen: „Ihre Fachkenntnis, Ihre Einsatzbereitschaft und Ihre Fähigkeit, in kritischen Momenten für andere da zu sein, sind von unschätzbarem Wert. Ihr Engagement, Ihre Kompetenz und Ihre unermüdliche Bereitschaft, anderen zu helfen, verdienen höchste Anerkennung. Sie sind die stillen Helden des Alltags, die Tag und Nacht im Einsatz sind – egal ob bei Unfällen, medizinischen Notfällen oder Brandeinsätzen – auf Sie ist immer Verlass. Allen am Rettungsdienst Beteiligten wünsche ich zudem ein frohes Weihnachtsfest – besonders denjenigen, die auch an den Feiertagen ihren Dienst an den Rettungswachen oder in der Integrierten Leitstelle leisten.“
Landkreis Regensburg / RNRed