Ob eine unerwartete Rechnung, eine dringende Reparatur oder eine größere Anschaffung – manchmal wird kurzfristig Geld benötigt. In solchen Situationen kann ein Sofortkredit eine schnelle und praktikable Lösung sein. Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Kreditmodell, wie läuft die Beantragung ab und worauf sollten Sie achten?
Was versteht man unter einem Sofortkredit?
Ein Sofortkredit ist ein klassischer Ratenkredit, der sich vor allem durch eine besonders schnelle Bearbeitung auszeichnet. Nach der Online-Anfrage erhalten Sie häufig innerhalb weniger Minuten eine Kreditentscheidung. Bei vielen Banken wird der Betrag bereits am selben oder nächsten Werktag nach Bewilligung ausgezahlt.
Die mögliche Kredithöhe liegt – abhängig vom Anbieter, aber auch von der Bonität des Antragsstellers – meist zwischen 1.000 und 50.000 Euro, in manchen Fällen auch darüber. Der gesamte Ablauf wird digital abgewickelt: vom Antrag über die Identitätsprüfung bis hin zur Vertragsunterzeichnung. Somit ist ein Sofortkredit ideal für alle, die zügig finanzielle Unterstützung benötigen.
So läuft die Beantragung ab
- Die Beantragung eines Sofortkredits ist bei allen Banken beziehungsweise Kreditvermittlern grundsätzlich gleich.
- Online-Antrag ausfüllen: Zunächst werden persönliche Angaben sowie Informationen zur finanziellen Situation online erfasst – entweder direkt bei einer Bank oder über ein Vergleichsportal.
- Zugriff auf das Online-Banking erlauben: Viele Anbieter nutzen einen digitalen Kontoblick. Dadurch können Einnahmen und Ausgaben direkt geprüft werden, was die Bonitätsbewertung deutlich beschleunigt.
- Kreditentscheidung erhalten: Nach der Prüfung folgt eine vorläufige Zusage. Bei Beantragung des Kredits und positiver Bewertung der Bonität wird ein konkretes Kreditangebot angezeigt.
- Identität bestätigen: Die Legitimation erfolgt meist bequem per Video-Ident. Der Gang zu einer Filiale entfällt.
- Vertrag digital abschließen: Mit einer elektronischen Unterschrift wird der Kreditvertrag rechtsgültig abgeschlossen. Dazu erhält der Kreditnehmer eine TAN per SMS, die er in eine Maske am Handy oder auf dem PC eingibt.
- Auszahlung des Kreditbetrags: Nach der finalen Prüfung erfolgt die Überweisung – oft noch am selben oder am nächsten Werktag.
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Um einen Sofortkredit zu erhalten, sind in der Regel folgende Punkte notwendig:
• Mindestalter von 18 Jahren
• fester Wohnsitz in Deutschland
• regelmäßiges Einkommen
• ausreichende Bonität (keine gravierenden negativen Schufa-Einträge)
• deutsches Girokonto
• Zugang zum Onlinebanking
Die Bonität spielt eine zentrale Rolle, da sie für die Bank ein wichtiges Kriterium für die Rückzahlungswahrscheinlichkeit darstellt.
Wie schnell ist ein Sofortkredit?
Wie schnell ein Sofortkredit tatsächlich ausgezahlt wird, hängt vom jeweiligen Anbieter und vom gewählten Verfahren ab. In vielen Fällen erhalten Sie bereits innerhalb weniger Minuten nach dem Online-Antrag eine vorläufige Kreditzusage. Wird der Antrag vollständig digital abgewickelt – inklusive Kontoblick, Video-Ident und elektronischer Unterschrift – kann die Auszahlung noch am selben Tag erfolgen. Wenn alles ideal Hand in Hand geht, ist das Geld dank Sofortüberweisung innerhalb weniger Minuten auf dem Konto des Kreditnehmers.
Bei klassischen Verfahren, etwa mit Post-Ident oder zusätzlicher manueller Prüfung, kann sich die Auszahlung auf zwei bis vier Werktage verlängern. Zum Vergleich: Bei herkömmlichen Ratenkrediten dauert es nicht selten eine Woche oder länger, bis der Kreditbetrag verfügbar ist.
Darauf sollten Sie achten
Auch wenn die schnelle Auszahlung verlockend ist, lohnt sich ein genauer Blick auf die Konditionen:
• Effektiver Jahreszins: Er zeigt die tatsächlichen Gesamtkosten des Kredits und sollte beim Vergleich im Mittelpunkt stehen.
• Gesamtkosten: Zusatzangebote wie Versicherungen oder kostenpflichtige Optionen können den Kredit verteuern.
• Flexibilität bei der Rückzahlung: Kostenlose Sondertilgungen, Ratenpausen oder anpassbare Laufzeiten bieten mehr finanziellen Spielraum.
• Seriöse Anbieter: Transparente Vertragsbedingungen, klare Informationen und ein vollständiges Impressum sind wichtige Qualitätsmerkmale.
• Schufa-Prüfung: Eine Bonitätsabfrage ist üblich. Angebote „ohne Schufa“ sollten kritisch geprüft werden, da hier häufig Risiken bestehen.
Praktische Tipps für die Kreditentscheidung
Vor der Aufnahme eines Sofortkredits lohnt es sich, verschiedene Angebote sorgfältig zu vergleichen. Ein Online-Kreditvergleich verschafft schnell einen Überblick über aktuelle Zinssätze und Konditionen und zeigt häufig, dass die Hausbank nicht automatisch das günstigste Angebot bereithält. Zudem ist ein solcher Vergleich in der Regel Schufa-neutral, da erst bei einem konkreten Kreditantrag eine Abfrage erfolgt. Ebenso wichtig ist es, die monatliche Rate realistisch zu kalkulieren, sodass sie auch bei unerwarteten Ausgaben dauerhaft tragbar bleibt.
Trotz des oft bestehenden Zeitdrucks, wenn Sie sich in einer finanziellen Notlage befinden, sollten Sie nicht vorschnell entscheiden, sondern mindestens zwei bis drei Angebote gegenüberstellen. Wer einen konkreten Verwendungszweck angibt – etwa für ein Auto oder eine Modernisierung – kann bei vielen Banken von besseren Konditionen profitieren. Schließlich gilt: Der Kreditvertrag sollte aufmerksam gelesen werden, insbesondere die Regelungen zu Sondertilgungen, Ratenpausen oder möglichen Versicherungen, die sich auf die Gesamtkosten des Kredits auswirken können.
Fazit
Ein Sofortkredit kann in akuten Situationen eine schnelle finanzielle Entlastung bieten. Wer Angebote vergleicht, Konditionen genau prüft und die eigene Rückzahlungsfähigkeit realistisch einschätzt, profitiert von der schnellen Auszahlung, ohne langfristig finanzielle Nachteile in Kauf zu nehmen.Gastbeitrag