Die Brauerei Bischofshof wird die Bierproduktion am Standort Regensburg einstellen. Bis Ende 2026 soll noch gebraut werden, danach wird der Betrieb geschlossen. Die Marken Bischofshof und Weltenburger gehen an die Kelheimer Familienbrauerei Schneider Weisse über. Für Regensburg bedeutet diese Entscheidung das Ende eines traditionsreichen Brauereistandorts.
Die Brauerei Bischofshof wird die Bierproduktion am Standort Regensburg einstellen. Bis Ende 2026 soll noch gebraut werden, danach wird der Betrieb geschlossen. Die Marken Bischofshof und Weltenburger gehen an die Kelheimer Familienbrauerei Schneider Weisse über. Für Regensburg bedeutet diese Entscheidung das Ende eines traditionsreichen Brauereistandorts.
Die Nachricht sorgt für große Betroffenheit. Bischofshof war über Jahrhunderte hinweg ein fester Bestandteil des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens in Regensburg. Die Brauerei prägte nicht nur die lokale Bierkultur, sondern war auch eng mit dem Stadtleben, der Gastronomie und zahlreichen Veranstaltungen verbunden. Viele Regensburger verbinden mit dem Namen persönliche Erinnerungen – sei es durch Feste, Wirtshausbesuche oder Arbeitsplätze über mehrere Generationen hinweg. Entsprechend tief sitzt der Schock über eine Entscheidung, die für viele überraschend kam.
Rund 60 Menschen verlieren ihre Arbeit
Von der Schließung sind rund 60 Arbeitsplätze betroffen. Ein kleiner Teil der Belegschaft, insbesondere im Logistikbereich, soll in eine neue Struktur überführt werden. Der Großteil der Beschäftigten verliert jedoch zum Ende des Jahres ihren Arbeitsplatz. Laut Geschäftsleitung werden die Kündigungen sozialverträglich erfolgen und es wird versucht, die Beschäftigten in andere Betriebe zu vermitteln.
Wirtschaftliche Gründe ausschlaggebend
Hintergrund der Entscheidung sind wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die den Betrieb zunehmend unter Druck gesetzt haben. Der Bierabsatz war seit Jahren rückläufig, gleichzeitig stiegen die Kosten für Energie, Rohstoffe und Logistik. Trotz der starken regionalen Verwurzelung und der Bekanntheit der Marke ließ sich der Standort Regensburg nach Unternehmensangaben langfristig nicht mehr wirtschaftlich betreiben.
Marke bleibt, Standort geht
Ein kleiner Trost: Die Bischofshof-Biere sollen weiterhin erhältlich bleiben, künftig jedoch an anderen Standorten gebraut werden. Damit bleibt zumindest der Markenname erhalten. Mit dem Ende der Brauerei verliert Regensburg jedoch einen traditionsreichen Industriebetrieb. Dass die Marken in bayerischer Hand bleiben und nicht an einen internationalen Konzern verkauft werden, ist ein wichtiger Schritt zur Erhaltung bayerischer Betriebe und Traditionen. Dennoch überwiegt bei vielen die Enttäuschung über das Ende eines Unternehmens, das über Generationen hinweg zur wirtschaftlichen und kulturellen Identität der Stadt beigetragen hat.
Kathrin Gnilka / RNRed