Bei einer Zollkontrolle auf der Autobahn bei Regensburg stellten Beamte in einem LKW mehrere Gläser Potenzhonig sicher. Das Produkt enthielt einen nicht zugelassenen, verschreibungspflichtigen Wirkstoff. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Am Freitag, den 23. Januar, zogen Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege Furth im Wald auf der Autobahn 3 bei Regensburg einen türkischen Lastkraftwagen aus dem Verkehr. Der Lastkraftwagenfahrer gab an, keine verbotenen oder anmeldepflichtigen Waren mitzuführen. Im Rahmen der Kontrolle fanden die Zöllner jedoch in der Fahrerkabine drei Gläser mit insgesamt 523 Gramm Potenzhonig.
Nicht zugelassener Wirkstoff festgestellt
Der aufgefundene Honig enthielt den Wirkstoff Sildenafil. Dabei handelt es sich um einen verschreibungspflichtigen Arzneistoff, der in Deutschland nicht zugelassen ist. Ein hierfür erforderliches ärztliches Rezept konnte der Fahrer nicht vorlegen. Der Potenzhonig wurde daraufhin sichergestellt. „Potenzfördernde Produkte mit nicht zugelassenen Wirkstoffen werden häufig im Ausland oder über Online-Plattformen angeboten“, erklärt René Matschke, Leiter des Hauptzollamts Regensburg. „Die Einnahme ohne ärztliche Beratung kann erhebliche gesundheitliche Risiken mit sich bringen.“

Strafverfahren eingeleitet
Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz in Verbindung mit Bannbruch eingeleitet. Nach Abschluss der zollrechtlichen Maßnahmen durfte der Fahrer seine Weiterreise fortsetzen.
Dieser Fall reiht sich in eine Serie ähnlicher Aufgriffe ein. Seit Anfang Januar stellte die Kontrolleinheit Verkehrswege bereits 5 Fälle fest, bei denen Potenzhonig oder potenzfördernde Tabletten mitgeführt wurden.
Hauptzollamt Regensburg / RNRed