Mit dem Januarseminar „Um die Hecke denken“ ist der Obst- und Gartenbauverein Kreisverband Regensburg gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband erfolgreich ins Gartenjahr 2026 gestartet. Fachvorträge, Praxiswissen und der Austausch rund um Hecken als wertvolle Kulturlandschaftselemente standen im Mittelpunkt.
Mit einem fachlich vielseitigen und gut besuchten Januarseminar ist der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Kreisverband Regensburg für Gartenkultur und Landespflege gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband (LPV) Regensburg erfolgreich ins Gartenjahr 2026 gestartet. Unter dem Titel „Um die Hecke denken“ trafen sich Vorsitzende der Obst- und Gartenbauvereine, engagierte Vereinsmitglieder, Interessierte sowie Gartenpflegerinnen und Gartenpfleger in Ausbildung in der Arberhütte in Regensburg.
„Grüne Lebensadern unserer Landschaft“
Im Mittelpunkt des Seminartags standen Hecken als prägende Elemente der Kulturlandschaft. In mehreren Vorträgen wurde ihre ökologische, kulturhistorische und gestalterische Bedeutung ebenso beleuchtet wie ihre Rolle für Biodiversität, Klimaschutz und das Landschaftsbild.
Zum Auftakt informierte Sabine Zosel vom Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege über aktuelle Schwerpunktthemen sowie über Dienstleistungs- und Unterstützungsangebote für die Obst- und Gartenbauvereine.
Im Anschluss stellte Georg Maierhofer vom Landschaftspflegeverband Regensburg Hecken als „grüne Lebensadern unserer Landschaft“ vor. Er verdeutlichte eindrucksvoll ihre Funktion als strukturgebende Elemente der Flur, als Schutz vor Wind und Sonne sowie als wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Dabei erläuterte er ökologisch sinnvolle Pflegemaßnahmen, darunter den abschnittsweisen Rückschnitt in mehrjährigen Intervallen sowie den bewussten Erhalt von Alt- und Totholz. Eine schonende Pflege außerhalb der Brut- und Setzzeiten trage maßgeblich zur Förderung der Artenvielfalt bei.
„Den Blick für Hecken als zentrale Elemente einer lebendigen Kulturlandschaft schärfen“
Ein weiterer Höhepunkt war der Vortrag von Christoph Bauer von der Umwelt- und Vogelstation Regenstauf über das Rebhuhn, den Vogel des Jahres 2026. Darüber hinaus überreichte er dem OGV-Kreisverband ein besonderes Zeichen der Anerkennung: Landrätin und Kreisverbandsvorsitzende Tanja Schweiger erhielt eine Urkunde über eine Mitgliedschaft beim Landesbund für Vogel- und Naturschutz.
Abschließend gab Johannes Winter von der Unteren Naturschutzbehörde Cham praxisnahe Einblicke in die Gestaltung, Planung und Pflege verschiedener Heckentypen im Hausgarten – von der Auswahl geeigneter Gehölze bis hin zur langfristigen Pflege.
Landrätin und Kreisverbandsvorsitzende Tanja Schweiger würdigte in ihren Grußworten das Engagement der Obst- und Gartenbauvereine im Landkreis und ging auf die Bedeutung solcher Seminartage ein. „Veranstaltungen wie diese zeigen, wie wertvoll die Zusammenarbeit von unseren Fachstellen mit den ehrenamtlich Engagierten in der praktischen Umsetzung ist.“
Auch die Geschäftsführerin des OGV Kreisverbands Regensburg, Stephanie Fleiner, zog ein positives Fazit: „Unser Ziel war es, Wissen zu vermitteln, den Austausch zu fördern und den Blick für Hecken als zentrale Elemente einer lebendigen Kulturlandschaft zu schärfen. Die große Resonanz und das rege Interesse bestätigen, wie aktuell und wichtig dieses Thema ist.“
Mit dem Januarseminar „Um die Hecke denken“ setzt der OGV-Kreisverband Regensburg in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Regensburg ein starkes fachliches und inhaltliches Zeichen zum Start ins Gartenjahr 2026 und machte deutlich, dass Hecken weit mehr sind als grüne Grenzen.
Landkreis Regensburg / RNRed