Vergangene Woche führte die Kriminalpolizeiinspektion Amberg mehrere Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit Kinder- und Jugendpornografie durch. Die Polizei setzt damit ihren Einsatz zur Bekämpfung der Verbreitung von kinder- und jugendpornografischen Inhalten konsequent fort.
Insgesamt wurden am vergangenen Mittwoch, den 28. Januar, sechs Objekte in Stadt und Landkreis Schwandorf, sowie im Landkreis Amberg-Sulzbach durchsucht. Dabei vollzogen die Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Amberg elf Durchsuchungsbeschlüsse. Unterstützung erhielten sie vom Einsatzzug Amberg. Insgesamt waren mehr als 30 Polizeikräfte im Einsatz. Gegenstand der Maßnahmen waren der Besitz, die Verbreitung und die Herstellung von kinder- und jugendpornografischen Inhalten.
40 Datenträger sichergestellt
Im Rahmen der Durchsuchungen stellte die Polizei über 40 Datenträger als Beweismittel sicher, die nun ausgewertet werden. Zudem wurden zwei verbotene Messer und Cannabispflanzen in nicht erlaubter Menge sichergestellt.
Die Bekämpfung von Sexualdelikten – insbesondere von Kinderpornografie – zählt zu den zentralen Schwerpunkten der Arbeit des Polizeipräsidiums Oberpfalz. Die Fallzahlen bewegen sich seit Jahren auf einem hohen Niveau, zuletzt mit einem deutlichen Anstieg von 49,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
„Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat für uns oberste Priorität“
Verbreiten, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornografischer Inhalte:
- 2024: 538 Fälle
- 2023: 360 Fälle
- 2022: 551 Fälle
- 2021: 407 Fälle
- 2020: 247 Fälle
„Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat für uns oberste Priorität. Hinter jeder Datei steht ein reales Opfer. Unsere Ermittler arbeiten mit großem Engagement daran, diese Taten aufzudecken und Täter zur Rechenschaft zu ziehen", so Dr. Tobias Mattes, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Amberg.
Polizeipräsidium Oberpfalz / RNRed