Eine Seniorin aus dem Landkreis Regensburg fiel einem professionell organisierten Cybertrading-Betrug zum Opfer. Bei der Übergabe eines hohen Bargeldbetrags griff die Kriminalpolizei ein und nahm einen Tatverdächtigen fest. Die Ermittlungen dauern an.
Eine Seniorin aus dem Landkreis Regensburg wurde Opfer eines sogenannten „Cybertrading Frauds“ und verlor mehrere tausend Euro. Bei der Geldübergabe konnte ein Tatverdächtiger festgenommen werden. Die Kriminalpolizei Regensburg ermittelt.
Festnahme bei Geldübergabe
Am Mittwoch, den 22. Januar, gegen 12:30 Uhr, erkundigte sich eine Seniorin aus Interesse an einer vermeintlichen Investitionsmöglichkeit bei ihrem Broker, ob eine Bareinzahlung möglich sei. Daraufhin wurde ein persönliches Treffen am Wohnort der Seniorin im Landkreis Regensburg vereinbart. Bei diesem Treffen übergab sie dem vermeintlichen Broker einen Bargeldbetrag im hohen, fünfstelligen Eurobereich. Während der Übergabe konnte der Abholer, ein aus Tschechien angereister ukrainischer Staatsangehöriger, durch Beamte der Kriminalpolizei festgenommen werden. Der Tatverdächtige war offensichtlich Teil eines kriminellen Netzwerks, das Anleger auf betrügerische Weise um ihr Geld brachte. Der zuständige Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Regensburg erließ Haftbefehl gegen den 35-jährigen Tatverdächtigen. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt verbracht.
Warnung der Kriminalpolizei
Die Kriminalpolizei Regensburg hat die weiteren Ermittlungen übernommen und weist eindringlich darauf hin, dass Anleger bei Internetangeboten mit übertriebenen Gewinnversprechen äußerste Vorsicht walten lassen sollten. Es wird empfohlen, sich umfassend über Unternehmen und Investitionsmöglichkeiten zu informieren und ausschließlich auf seriöse Broker zurückzugreifen.
Präventionshinweise
- Vorsicht bei unrealistischen Gewinnversprechen: Seriöse Finanzprodukte und Investitionen zeichnen sich durch transparente Informationen und realistische Renditen aus. Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das oft auch.
- Vermeiden Sie Barzahlungen: Geben Sie niemals Bargeld an unbekannte Personen, insbesondere nicht in Verbindung mit Online-Investitionen. Seriöse Finanzdienstleister verlangen keine Barauszahlungen.
- Überprüfen Sie die Seriosität des Anbieters: Recherchieren Sie gründlich, bevor Sie investieren. Prüfen Sie die Anbieter auf offiziellen Finanzportalen und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, schnell zu handeln.
- Seien Sie misstrauisch bei unaufgeforderten Anrufen oder Nachrichten: Betrüger kontaktieren häufig ihre Opfer direkt per Telefon oder E-Mail und drängen auf schnelle Entscheidungen. Lassen Sie sich nicht in Panik versetzen und holen Sie sich eine zweite Meinung von vertrauenswürdigen Personen oder Finanzberatern.
- Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei oder eine Beratungsstelle an: Wenn Sie sich unsicher sind, ob ein Angebot seriös ist, wenden Sie sich an eine Fachstelle oder die Polizei. Eine schnelle Beratung kann helfen, finanziellen Schaden zu vermeiden.
Polizeipräsidium Oberpfalz / RNRed