Die Aktivisten des Vereins Greenpeace Regensburg zeigen am Wochenende Solidarität mit den streikenden Beschäftigten des Regensburger Verkehrsverbunds. Sie werden vor Ort sein und die Streikenden unterstützen.
Die Ortsgruppe von Greenpeace Regensburg wird am Samstag, den 28. Februar, um 08:00 Uhr beim Regensburger Verkehrsverbund (RVV) bei den Stadtwerken in der Schwabenstraße vor Ort sein, um die dort streikenden Beschäftigten zu unterstützen und ihre Solidarität zum Ausdruck zu bringen.
Ein leistungsfähiger öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) ist ein zentraler Baustein für wirksamen Klimaschutz. Studien von Greenpeace zeigen deutlich: Busse und Bahnen verursachen pro beförderter Person erheblich weniger CO₂ als der motorisierte Individualverkehr. Wer Klimaziele ernst nimmt, muss daher den ÖPNV stärken und attraktiver machen – für Fahrgäste ebenso wie für die Beschäftigten.
Darüber hinaus belegt eine aktuelle Greenpeace-Studie (04/2025) zum bundesweiten Städteranking im ÖPNV, dass Städte mit einem gut ausgebauten und verlässlichen öffentlichen Nahverkehr nicht nur ökologisch profitieren. Auch demokratische Werte werden dort stärker gelebt, während Parteien an den politischen Rändern weniger Zuspruch erhalten. Ein starker ÖPNV ist somit nicht nur eine Frage der Mobilität, sondern auch des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
„Wer täglich tausende Menschen sicher transportiert, verdient Respekt – auch in Form fairer Löhne“
Frank Gesche, stellvertretender Gruppenkoordinator von Greenpeace Regensburg, erklärt: „Deswegen müssen die Personen, die im ÖPNV tätig sind, vernünftig vergütet werden. Es kann nicht sein, dass diese Menschen so viel Verantwortung tragen und jeden Tag unsere Stadt am Laufen halten, dabei aber schlecht bezahlt werden. Wer täglich tausende Menschen sicher zur Arbeit, zur Schule oder nach Hause bringt, verdient Respekt – auch in Form fairer Löhne.“
Greenpeace Regensburg kritisiert in diesem Zusammenhang die politische Schwerpunktsetzung der Stadt. Während viel Geld in Werbung für ein umstrittenes Tram-Projekt fließe, fehle es gleichzeitig an ausreichender Wertschätzung und finanzieller Anerkennung für die Beschäftigten im bestehenden Nahverkehrssystem.
„Klimaschutz gelingt nur mit einem starken ÖPNV – und ein starker ÖPNV braucht motivierte, fair bezahlte Beschäftigte“, so Gesche weiter. „Unsere Solidarität gilt allen Streikenden, die sich für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen.“
Greenpeace Regensburg / RNRed