Der Frauenbund Abensberg/Sandharlanden spendet selbst genähte Herzkissen und Drainagebeutel an die Brustkrebspatientinnen des Caritas-Krankenhaus St. Josef. Die Kissen sollen Freude bereiten, Trost spenden und sind eine Erleichterung für Patientinnen, weil sie Druck- und Wundschmerzen lindern.
Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Etwa jede Achte erkrankt im Laufe ihres Lebens daran. Um Patientinnen die Zeit nach der Operation zu erleichtern und ihnen Trost zu spenden, hat der Frauenbund Abensberg/Sandharlanden rund 100 Herzkissen und 80 Drainagebeutel an das Caritas-Krankenhaus St. Josef gespendet.
Mehr als Bequemlichkeit
Dass es dabei um weit mehr als Bequemlichkeit geht, betont Prof. Dr. Stephan Seitz. Er ist stellvertretender Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Universität Regensburg unter der Leitung von Prof. Dr. Olaf Ortmann und erklärt: „Unter die Achsel geklemmt sind die Kissen für viele Patientinnen eine große Erleichterung. Sie lindern Druck- und Wundschmerzen, fördern den Lymphabfluss und ermöglichen eine entspanntere Armhaltung. Viele Betroffene nutzen das Kissen auch beim Autofahren als schützendes Polster zwischen Operationsstelle und Sicherheitsgurt.“
Mini-Version für Kinder
Darüber hinaus sollen die Kissen Freude bereiten und Trost spenden, wie Elfriede Polz erklärt. Sie gehört dem Vorstand des Frauenbunds Abensberg/Sandharlanden an und organisiert die Nähaktionen. Auch an die Kinder haben die Frauen gedacht: „Wenn die Mama Brustkrebs hat, ist das gerade für die Kleinen besonders belastend. Deshalb haben wir
zusätzlich Herzen aus dem gleichen Stoff im Mini-Format genäht, um ihnen den Umgang mit der Krankheit zu erleichtern.“
Große Wertschätzung
Parallel dazu fertigten die engagierten Frauen sogenannte Drainagebeutel an. Sie umhüllen diskret die Flasche, in der sich nach einer Operation Wundflüssigkeit sammelt. Ziel ist es, den Betroffenen den Alltag zu erleichtern und ihnen zusätzliche Sicherheit zu geben.
Ob große oder kleine Kissen oder die eigens gefertigten Drainagebeutel - die handgearbeiteten Stücke stoßen in St. Josef auf große Wertschätzung. „Die Kissen erfüllen nicht nur einen praktischen Zweck, sie sind für unsere Patientinnen auch ein Zeichen der Zuwendung. Gerade weil sie mit so viel Sorgfalt von Hand genäht wurden, spenden sie Trost“, sagt Prof. Seitz. „Vielen Dank an die fleißigen Näherinnen.“
Caritas-Krankenhaus St. Josef / RNRed