Der VerbraucherService Bayern im KDFB e. V. gibt Tipps, welche Fasern umweltfreundlich sind und worauf Käuferinnen und Käufer achten sollten. Entscheidend ist nicht nur das Material, sondern auch Nutzung und Pflege für die Umweltbilanz der Kleidung.
Baumwolle gilt als natürliche, Polyester als problematische Faser. So eindeutig ist die Antwort aber laut VerbraucherService Bayern im KDFB e. V. (VSB) nicht. Tatsächlich kann ein langlebiges Polyester-Shirt unter bestimmten Bedingungen klimafreundlicher sein als ein kurz getragenes Baumwollshirt. Entscheidend ist laut dem Verbraucherverband nicht nur das Material, sondern wie lange und wie oft wir unsere Kleidung nutzen.
„Natur“ heißt nicht automatisch nachhaltig
Viele Verbraucherinnen und Verbraucher verbinden „Natur“ automatisch mit Nachhaltigkeit. Doch der Blick hinter die Kulissen zeigt: Baumwolle ist extrem wasserintensiv, tierische Fasern können die Klimabilanz belasten, synthetische Stoffe setzen Mikroplastik frei. Gleichzeitig schneiden robuste Materialien bei langer Nutzung teilweise überraschend gut ab. Alternativen wie Hanf, Leinen oder moderne Zellulosefasern können im Umweltcheck Vorteile bieten – je nach Anbau und Herstellungsverfahren.
„Die perfekte Faser gibt es nicht. Wer nachhaltig handeln will, muss genauer hinschauen und vor allem bewusster konsumieren“, so Stephanie Ertl, Umweltexpertin des VSB. Nicht nur das Etikett entscheidet über die Umweltbilanz, sondern auch unser Einkaufsverhalten. Wer Qualität wählt, Kleidung pflegt und lange trägt, leistet in jeder Faser-Kategorie einen Beitrag für Klima und Ressourcen.
Weitere Informationen sowie praktische Tipps finden Sie hier: https://www.verbraucherservicebayern.de/themen/umwelt/baumwolle-polyester-co-welche-faser-schont-die-umwelt
VerbraucherService Bayern_ im KDFB e.V. / RNRed