AUMOVIO ist mit gestärkter finanzieller Stabilität und Resilienz aus dem vergangenen Jahr herausgekommen – den Aufwärtstrend will die Firma für das Jahr 2026 beibehalten und plant eine Steigerung seiner Errungenschaften.
AUMOVIO hat trotz eines anhaltend herausfordernden Marktumfelds das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT) signifikant verbessert und sämtliche Finanzziele für das Jahr 2025 erreicht. Der bereinigte Konzernumsatz lag mit 18,5 Milliarden Euro erwartungsgemäß unter dem Vorjahreswert (-5,0 Prozent). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen ergibt sich ein organischer Umsatzrückgang von 2,5 Prozent. Gleichzeitig ist es AUMOVIO gelungen, die
Profitabilität deutlich zu verbessern: Das bereinigte EBIT stieg auf 717 Millionen Euro (+45,4 Prozent), und die bereinigte EBIT-Marge erreichte mit 3,9 Prozent (FY 2024: 2,5 Prozent) das obere Ende der Prognose.
„Die konsequente Umsetzung unserer Strategie zeigt Wirkung – nachdem wir erste Etappenziele bereits erreicht haben, geht unsere Reise weiter. Für 2026 gehen wir weiterhin von einem herausfordernden Marktumfeld aus. Wir steuern aktiv gegen und verbessern so im Jahr des Übergangs weiter unsere Wettbewerbsposition. Damit schaffen wir alle Voraussetzungen, um das langfristige Ziel einer EBIT-Marge von sechs bis acht Prozent sicherzustellen“, sagt Philipp von Hirschheydt, CEO von AUMOVIO.
Positiver Free Cashflow und hohe Nettoliquidität
Im Gesamtjahr 2025 verfügte das Unternehmen über eine solide Kapitalausstattung und erzielte einen deutlich positiven bereinigten Free Cashflow in Höhe von 159 Millionen Euro (2024: 252 Millionen Euro), trotz signifikanter Mittelabflüsse von 491 Millionen Euro infolge von Restrukturierungen und dem Spin-off. Der normalisierte Free Cashflow vor diesen Sondereffekten betrug 650 Millionen Euro. Der normalisierte Free Cashflow entspricht dem bereinigten Free Cashflow, angepasst um Mittelab- oder zuflüsse aus Sondereffekten, die im bereinigten EBIT berücksichtigt werden. Zum Jahresende 2025 verfügt AUMOVIO über eine Nettoliquidität von 1,4 Milliarden Euro; die syndizierte Kreditlinie wurde nicht in Anspruch genommen.
„Wir haben in einem nach wie vor herausfordernden Marktumfeld ein gutes Ergebnis erzielt und zugleich unsere finanzielle Stabilität und Resilienz gestärkt. Das verschafft uns den notwendigen Handlungsspielraum, um AUMOVIO durch die fortgesetzte Transformation noch stärker aufzustellen. Wir streben in 2026 eine weitere Steigerung unserer Profitabilität sowie einen normalisierten Free Cashflow auf einem weiterhin hohen Niveau an“, sagt Jutta Dönges, CFO von AUMOVIO.
Entwicklung der Geschäftsbereiche
Die Geschäftsbereiche entwickelten sich unterschiedlich, wobei insbesondere die Profitabilität in mehreren Bereichen deutlich verbessert werden konnte:
Im Geschäftsbereich Autonomous Mobility lag der bereinigte Umsatz mit 3,1 Milliarden Euro um 5,5 Prozent unter dem Vorjahreswert, vor allem aufgrund schwieriger Marktbedingungen, der Entkonsolidierung einzelner Geschäftseinheiten und negativer Währungseffekte. Das bereinigte EBIT verbesserte sich leicht von -46 Millionen Euro im Vorjahr auf -41 Millionen Euro.
Der Geschäftsbereich Architecture and Network Solutions verzeichnete einen bereinigten Umsatz von 5,0 Milliarden Euro, entsprechend einem deutlichen Rückgang von 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatzrückgang ist insbesondere auf die vorzeitige Beendigung eines Build-to-Print-Projekts, geringere Volumina in den USA und in Europa und negative Währungseffekte zurückzuführen. Das bereinigte EBIT verringerte sich um 14,1 Prozent auf 360 Millionen Euro durch Reorganisation und fehlenden Deckungsbeitrag infolge der Beendigung des Build-to-Print-Projekts und konnte nur teilweise durch Kostenreduktionen
kompensiert werden.
Der Geschäftsbereich Safety and Motion blieb weitgehend stabil und erzielte einen bereinigten Umsatz von 7,4 Milliarden Euro, ein leichter, auf negative Währungskurseffekte zurückzuführender Rückgang von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz des leichten Umsatzrückgangs verbesserte sich das bereinigte EBIT deutlich um 110 Millionen Euro bzw.
42,1 Prozent auf 372 Millionen Euro, unterstützt durch eine deutliche Reduzierung der Material- und Fixkosten sowie signifikante Effizienzverbesserungen in der Produktion.
Der Geschäftsbereich User Experience entwickelte sich positiv. Obwohl der bereinigte Umsatz insbesondere infolge von negativen Währungskurseffekten um 2,5 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro sank, verbesserte sich das bereinigte EBIT um mehr als 150 Millionen Euro.
Damit erreichte der Geschäftsbereich eine signifikante Steigerung des bereinigten EBIT auf 11 Millionen Euro (Vorjahr: -147 Millionen Euro). Dies ist im Wesentlichen auf die konsequente Umsetzung struktureller Maßnahmen, Materialpreisreduzierungen und Kostensenkungsmaßnahmen in den Werken zurückzuführen.
Fokus auf weiterer Erhöhung der Profitabilität
Für das Geschäftsjahr 2026 geht S&P Global Mobility von einem global leicht rückläufigen Produktionsniveau bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen aus (-0,4 Prozent). Die Prognose von S&P Global Mobility liegt am oberen Rand der eigenen Erwartungen von AUMOVIO. Der Markt bleibt geprägt von geopolitischen Einflüssen, einer sich wandelnden Nachfrage nach elektrifizierten Antrieben sowie zunehmendem internationalen Wettbewerb – insbesondere durch die starke Position chinesischer Hersteller im Exportgeschäft. Gleichzeitig eröffnen positive Trends in ausgewählten Premiummärkten und die Stabilität des nordamerikanischen Absatzes Chancen für Hersteller, die ihre Produkt- und Produktionsstrategien konsequent an die veränderten Rahmenbedingungen anpassen.
Wechselkurs zum Jahresbeginn
Auf Basis der vorstehenden Annahmen und Wechselkurse zu Beginn des Geschäftsjahres rechnet AUMOVIO für das Jahr 2026 mit einem bereinigten Konzernumsatz zwischen 17,0 Milliarden Euro und 18,5 Milliarden Euro und einer bereinigten EBIT-Marge zwischen 3,5 Prozent und 5,0 Prozent. Der normalisierte Free Cashflow wird zwischen 500 Millionen Euro und 800 Millionen Euro erwartet.
AUMOVIO setzt angesichts der anhaltend schwierigen Marktbedingungen seine Effizienzmaßnahmen im kommenden Geschäftsjahr konsequent fort. Im Fokus stehen die fortlaufende Standardisierung von Prozessen, ein weiterhin aktives Portfoliomanagement sowie die fortgesetzte Konsolidierung des globalen Standortnetzwerks. So hat AUMOVIO für das Jahr 2026 weitere Schritte in Europa und Asien beschlossen, um die Anzahl der Produktionsstandorte auf ein Niveau anzupassen, das eine effiziente Marktdurchdringung nachhaltig unterstützt.
Parallel dazu richtet das Unternehmen seine Innovationsstrategie noch fokussierter aus und konzentriert sich gezielt auf wertschaffende Zukunftstechnologien. Maßnahmen zur Erhöhung der Effizienz im Forschungs- und Entwicklungsbereich beinhalten einen Mitarbeiterabbau von bis zu 4.000 Stellen weltweit.
Gleichzeigt wurden über alle Geschäftsbereiche hinweg strategisch relevante „Pioneering Initiatives“ definiert, in deren Rahmen AUMOVIO unter anderem an der Adaptierung und Skalierung disruptiver Sensor- und Displaylösungen für die Mobilität der Zukunft arbeitet.
Diese Initiativen werden intern vorangetrieben und wenn notwendig durch externe Partner ergänzt.
AUMOVIO SE / RNRed